| Pressemitteilung vom16. März 2010 |
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„Faire Milch“ auch im Landkreis Kassel – Bauern vermarkten ihre Milch zukünftig selbst Breuna/Kreis Kassel. Auch im Landkreis Kassel wollen Landwirte dazu übergehen, ihre Milch zukünftig selbst zu vermarkten. „Faire Milch aus der Region für die Region ist ein sehr gutes Beispiel, wie man die Förderung der regionalen Landwirtschaft mit Natur- und Umweltschutzzielen verbinden kann“, betont Vizelandrätin Susanne Selbert bei einem Besuch auf dem Hof des Milchviehbetriebs Reinhold Liese in Breuna-Rhöda. Mit der „Fairen Milch“ reagieren die im Bundesverband Deutscher Milchviehhalter organisierten Landwirte auf die Dumping-Preise der Discount-Märkte. Selbert: „Ein gutes Produkt ohne genmanipulierte Futtermittel hat seinen Preis und der muss hoch genug sein, damit die Produzenten davon auch leben können“. Mit der „Fairen Milch“ werde sichergestellt, dass der Preis auch die Kosten der Milchviehhalter deckt. „Sichergestellt wird auch, dass die Milch garantiert ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln hergestellt wird“, betont Dietmar Groß vom Biohof Groß aus Homberg (Efze), der das Projektbüro „Nordhessen – natürlich: ohne Gentechnik“ leitet. Das Label „Ohne Gentechnik“ auf den Milchpackungen bürge dafür und sei für den Verbraucher ein wichtiger Hinweis. Die Ernährung der Kühe mit Futter von hofnahen Wiesen führe dazu, dass die „Faire Milch“ besonders reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist. Durch den Preiskampf im Supermarkt liegt der Preis, den die Landwirte erzielen konnten, bis zu 15 Cent pro Liter unter dem Wert, der nötig ist, um die Kosten zu decken. „Faire Milch“ kostet zwischen 89 und 99 Cent pro Liter – 40 Cent davon gehen direkt an die Milchbauern“, erläutert Jörg Ramme vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. Der Verbraucher könne die „Faire Milch“ am Logo mit der schwarz-rot-goldenen Kuh auf der Verpackung erkennen. Erhältlich ist die direktvermarktete H-Milch in 300 Filialen der tegut-Kette sowie 1.200 REWE-Märkten. Auch in EDEKA-Märkten sei die „Faire Milch“ zu finden. Ramme: „Wir stehen für Transparenz - auf der Internetseite www.die-faire-milch.de kann man online erkennen, wie sich der Verkaufspreis aktuell zusammensetzt“. Mit Blick auf das REWE-Verteilzentrum im Hiddeser Feld im gemeinsamen Gewerbegebiet von Breuna und Wolfhagen sieht der Breunaer Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann für Erzeuger im Wolfhager Land „eine besonders gute logistische Ausgangsposition“. „Ich würde mich freuen, wenn auch im Landkreis Kassel Erzeuger die Vermarktung ihrer Milch selbst in die Hand nehmen“, wünscht sich Vizelandrätin Selbert. Allerdings sei es nicht immer einfach aus den vorhandenen Verträgen mit den Molkereien herauszukommen. Unabhängig davon appelliert Selbert, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit nutzen, faire Milch aus der Region zu kaufen, um so die regionale Landwirtschaft beim Einkauf zu unterstützen. Hintergrund: Die „Faire Milch“, die es in nordhessischen Einkaufsmärkten zu kaufen gibt, wird von Milchviehhaltern aus Nordhessen erzeugt. Die Vermarktung der Milch läuft über die Milchvermarktung Süddeutschland im bayrischen Freising, die auch auf der Packung aufgedruckt ist. Die Herkunft der Milch kann der Verbraucher an dem jeweils farbig unterlegten Bundesland auf der stilisierten Deutschlandkarte auf der Milchpackung erkennen. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten: Faire Milch 001 Auf den angehängten Fotos sieht man die zahlreiche Unterstützerschar hinter einer fairen Kuh postiert und ein Glas Milch plus Verpackung.
Faire Milch 004
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