Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 22. März 2010

Straßenbahn der MVB wirbt seit heute für die IBA

Oberbürgermeister und Bauminister gaben symbolisches Startsignal

Die Internationale Bauausstellung Stadtumbau 2010 ist jetzt noch stärker im Stadtbild sichtbar: Seit dem gestrigen Sonntag weisen Großplakate am Gebäude der früheren Reichsbahndirektion am Schleinufer auf die Ausstellungen und den IBA-Pfad hin. Seit heute wirbt auch eine Straßenbahn für die IBA. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre gaben dafür das symbolische Startsignal.

 

Um 10.00 Uhr wurde die IBA-Straßenbahn im Hof der Hauptwerkstatt der MVB in der Herrenkrugstraße 197 der Öffentlichkeit präsentiert. Im Beisein von Magdeburgerinnen und Magdeburgern wünschten Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre der IBA-Bahn "Freie Fahrt". Danach nahm der IBA-Straßenbahnzug auf der Linie 2 den Dienstbetrieb auf.

 

Die IBA-Bahn verkehrt bis zum 31.Oktober 2010. Es handelt sich dabei um einen Niederflurgelenktriebwagen mit Ganzbeklebung. Er wird vorrangig auf der Linie 2 eingesetzt. Diese verkehrt zwischen Alte Neustadt und Westerhüsen und tangiert zahlreiche IBA-Punkte.

 

Die MVB unterstützt die IBA-Aktivitäten der Landeshauptstadt mit insgesamt ca. 9.200,00 Euro. Sie verzichtet auf die Werbeeinnahmen für diese Bahn und übernimmt nach dem 31.Oktober 2010 auch die Kosten für die Neutralisierung der Bahn.

 

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper freut sich über das Engagement der städtischen Verkehrsbetriebe: "Die IBA hat die elbnahen Stadtgebiete nachhaltig aufgewertet. In den nächsten Wochen und Monaten präsentieren wir die Ergebnisse dieses mehrjährigen Prozesses. Ich möchte der MVB danken, dass mit einer Straßenbahn für die  Internationale Bauausstellung geworben werden kann und wünsche mir, dass viele Magdeburger und Gäste unserer Stadt durch diese Bahn auf die IBA aufmerksam werden und die IBA-Stätten besuchen."

 

 

Hintergrund

Die Landeshauptstadt orientiert ihren Beitrag zur IBA 2010 am Leitbild "Leben an und mit der Elbe", denn der Fluss prägt maßgeblich die Identität des Stadtbildes. Aber Stadt- und Flusslandschaft waren im Prozess des stetigen gesellschaftlichen Wandels nachhaltigen Veränderungen unterworfen. Deshalb sollen die Elbe und ihre naturnahen Auen noch stärker als bislang in die Stadtlandschaft einbezogen werden.

 

Ziele der Magdeburger IBA-Beteiligung sind unter anderem die attraktive Gestaltung von Zugängen zur Elbe und Wegen entlang des Ufers, die Aufwertung der an die Elbe grenzenden Stadtgebiete, die Suche nach Nutzungen für Brachflächen, die Stärkung der städtischen Identität und die Schärfung des Profils als innovative Wissenschaftsstadt.

 

An drei IBA-Schauplätzen entlang der Elbe werden exemplarisch neue Wege der Stadtentwicklung aufgezeigt:

  1. "Mehr Stadt – weniger Landschaft": Der ehemalige Handelshafen wird unter diesem Thema zu einem "Wissenschaftshafen" umgebaut. Er ist bereits heute ein schönes Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung am Fluss. Die Landeshauptstadt entwickelt hier ein lebendiges Stadtquartier mit Flächen für Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus. Die "Denkfabrik" und weitere wissenschaftliche Einrichtungen qualifizieren den Wissenschaftshafen zu einem Zentrum für Innovation und Wissenstransfer.
  2. "Historisches Erbe am Fluss": Zweiter IBA-Schauplatz ist die Altstadt bis hin zum Elbbahnhof. Hier wird zum Beispiel mit der baulichen Entwicklung bisheriger Bahngrundstücke in unmittelbarer Nähe zum Fluss und zum südlichen Stadtzentrum eine neue Phase der Stadtentwicklung entlang der Elbe angestoßen. Ein Teil des Bereiches rund um die Elbe hat bereits wesentlich an Attraktivität gewonnen: Die Elbuferpromenade wurde in vielen Bereichen verschönert, der Petriförder mit seinen Schiffsanlegestellen sowie die Lukasklause erstrahlen in neuem Glanz, der neue Stadtplatz mit seinem Elbbalkon und die Ginkgo-Allee laden zum Verweilen ein und die neue Brücke über das Schleinufer verbindet die touristisch attraktiven Bereiche des Domplatzes und des Fürstenwalls direkt mit dem Ufer des Flusses.
  1.  Weniger Stadt, mehr Landschaft": Unter diesem Thema sollen die im Südosten gelegenen Stadtteile aufgewertet werden. Hier geht es um die zukünftige Gestaltung großer ehemaliger Industrieareale. Ziel ist die Verlagerung von Gewerbestandorten – weg von der Elbe, hinein in den Bereich zwischen Hauptstraße und Trassen der Deutschen Bahn. Durch diese Verlagerung könnten neu gewonnene Landschafts-, Freizeit- und Wohnbereiche an der Elbe entstehen. Die Siedlungsstrukturen zwischen der Elbe und der Bahnlinie sollen entflochten, die Ortskerne gestärkt und ihr Bezug zur Elbe in den Mittelpunkt dieses IBA-Schauplatzes gerückt werden. Um diesen Prozess erfolgreich zu führen, hat die Stadtverwaltung Strategien für ein Flächenmanagement entwickelt.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
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