Ottostadt Magdeburg.
Das Projekt „Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee“ ist mit ca. 45 Mio € Bauvolumen und 3,5 Jahren Bauzeit eines der größten Verkehrsprojekte, das die Landeshauptstadt der Wiedervereinigung in Angriff genommen hat. Parallel zur Qualifizierung der Entwurfsplanung schreibt die Stadt jetzt einen Wettbewerb zur Umfeldgestaltung des Tunnels aus. Architektenbüros und Landschaftsplaner können sich ab sofort für die Teilnahme bewerben.
Am 11. Dez. 2009 hatte der Stadtrat die Entwurfsplanung und die Haushaltsmittel zum Bau des Straßentunnels in der Ernst-Reuter-Allee bestätigt. Daraufhin wurde zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und der Deutsche Bahn AG am 18. Dezember 2009 die Kreuzungsvereinbarung unterzeichnet.
Derzeit wird die Entwurfsplanung qualifiziert. Dabei soll nicht nur ein technisch und funktional durchdachtes Ingenieurbauwerk errichtet, sondern auch dessen Umfeld interessant und ansprechend gestaltet werden. Ziel ist es, einen neuen Identifikationspunkt für die Stadt zu schaffen.
Um dies zu verwirklichen lobt die Landeshauptstadt Magdeburg einen interdisziplinären Wettbewerb zur Umfeldgestaltung der Eisenbahnüberführung in der Ernst-Reuter-Allee aus. Dabei sollen realisierbare Konzepte entwickelt werden, die den funktionalen und gestalterischen Anforderungen an die sensible Lage entsprechen. Der oder die Preisträger werden nach Abschluss des Wettbewerbes mit der Freiraumplanung für das Tunnelumfeld beauftragt.
Der Wettbewerb wird als Realisierungswettbewerb mit Ideenteil gestaltet. Die Durchführung erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie für Planungswettbewerbe. Die Architektenkammer des Landes Sachsen-Anhalt begleitet das Verfahren.
Planungsbüros, die die im Veröffentlichungstext benannten Vorsaussetzungen erfüllen, können sich bis zum 4. Mai 2010 im Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg um die Teilnahme bewerben.
Drei renommierte mitteldeutsche Büros für Freiraumplanung wurden durch das Stadtplanungsamt bereits ausgewählt. Sechs weitere Büros werden gemäß einem festgelegten Auswahlverfahren aus den Bewerbern ermittelt. Insgesamt sind max. 9 Wettbewerbsteilnehmer bestehend aus interdisziplinären Arbeitsgemeinschaften von Landschaftsarchitekten, Architekten und /oder Stadtplanern zugelassen. Die Wettbewerbssumme beträgt 66.000 EUR.
Das Preisgericht tagt am 6. September 2010. Neben Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg - u. a. Vertreter aus den Fraktionen des Stadtrates - sind im Preisgericht deutschlandweit tätige Fachplaner und anerkannte Vertreter verschiedener Hochschulen, beispielsweise der Rektor der TU Dresden, Professor Kokenge, vertreten.
Der detaillierte Veröffentlichungstext kann unter www.magdeburg.de Stichwort „Planen und Bauen“ abgerufen werden.