Kreis Unna - Presse und Kommunikation

13. April 2010

RAA Kreis Unna präsentiert Bilanz für 2009

Sprachförderung bleibt Thema Nr. 1

Kreis Unna. (PK) Die RAA Kreis Unna hat sich seit Gründung 1989 zu der Service-Einrichtung für Fragen rund um das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten entwickelt. Wie wichtig die Integrationsarbeit weiter ist und auf welch große Resonanz sie stößt, veranschaulichte RAA-Leiterin Marina Raupach bei der Vorstellung der Bilanz für 2009.

Schwerpunkt der Arbeit blieb im letzten Jahr die Sprachförderung für zugewanderte und einheimische Eltern und ihre Kinder, denn „Sprachkompetenz ist eine unschätzbare Ressource“, so Marina Raupach. 2009 bot die RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien Kreis Unna) sieben Programme zur Sprachförderung an (531 Teilnehmer).

Entscheidend ist, dass die Sprachförderung früh bei den Kindern ansetzt, wie es in den „Rucksack KITA und Rucksack Grundschule“ - Programmen für Vorschul- und Grundschulkinder geschieht und gleichzeitig die Mütter mit einbezieht. Mit 301 Teilnehmern im Jahr 2009 sind die Rucksackprogramme Erfolgsklassiker. „Die Mütter vermitteln die Muttersprache zuerst. Sind sie sprachlich fit, erwerben die Kinder leicht eine gute Sprachkompetenz“, so Marina Raupach. Deshalb sind Information und Schulung der mehrsprachigen Eltern ein ganz entscheidender Baustein der Sprachförderung. Das „K.I.M.-Programm“ (Kommunal. Integrativ. Multikulturell.) widmet sich der Mütterbildung mit Sprachkursen, interkulturellen Gesprächskreisen und Informationsveranstaltungen. 138 Mütter und ihre Kinder nutzten dieses Angebot in Bergkamen, Kamen und Unna.

Auch das Projekt „Mutter hilft mit!“ geht diesen Weg und wendet sich speziell an Mütter mit Zuwanderungsgeschichte. 40 Mütter und ihre Kinder wiederholten so die Lerninhalte aus der KITA und verbesserten ihre deutsche Sprachkompetenz im vergangenen Jahr. Insgesamt waren die vier Projekte zu den Themen Sprachbildung, Berufsorientierung und Gewalt in der Familie mit 1.518 Teilnehmern ebenfalls gut besucht. Für 238 Schüler der 7. bis 9.Klassen der Förder-, Haupt- und Gesamtschule in Schwerte leistete das Projekt „Berufsparcours“ im November 2009 praktische Hilfe bei der Berufswahl. Zum Thema Zwangsheirat und Gewalt informierten sich insgesamt 1.240 Interessierte aus Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen.

Außerdem bot die RAA Kreis Unna im letzten Jahr 45 Fortbildungen, Informationsveranstaltungen und Antirassismustrainings mit 736 Teilnehmern an und führte mehr als 1.120 Beratungsgespräche mit Fachkräften und Institutionen. Regelmäßig ergibt sich durch diese Kontakte auch eine konkrete Zusammenarbeit: 2009 hatte die RAA 94 Kooperationspartner, wie KITAs, Schulen oder Integrationsräte.


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