
Auf keinen Fall, so der Kreismediziner, sollte man Öl oder Klebstoff auf die Zecke tropfen. Dieses fördere die Übertragung von Krankheitserregern. „Bleibt beim Heraushebeln ein Teil der Zecke, der als Saugrüssel ausgeformte Stachel oder ein Teil desselben in der Haut“, so Dr. Jungnitz weiter, „sollte er vom Arzt entfernt werden“. Auch wenn sich die Stichstelle rötet, ist der Gang zum Arzt ratsam. Die Rötung könnte ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion sein.
Eine Erkrankung, die durch die Zecke übertragen wird, ist Borreliose. Die Folgen der Infektion können nach Mitteilung des Kreis-Fachbereiches Gesundheit und Verbraucherschutz gravierend sein: Hauterkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Gelenkerkrankungen sowie Herzerkrankungen. Eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika ist dann angezeigt.
In bestimmten Regionen Mitteleuropas können Zeckenbisse eine spezielle Form von Hirn- und Hirnhautentzündungen hervorrufen, so die Information der Kreisbehörde. Dieses gelte für verschiedene Landschaften in Bayern und Baden-Württemberg sowie für Länder wie z.B. Österreich, das ehemalige Jugoslawien, Ungarn, Polen, die Staaten der ehemaligen GUS und die Staaten um die mittlere Ostsee. Hier kann man sich durch eine vorbeugende Impfung schützen. Das Kreisgebiet Unna selbst und auch der gesamte nordwestdeutsche Raum sei jedoch kein Verbreitungsgebiet für diese spezielle Viruserkrankung, fügt der Amtsarzt des Kreises Unna beruhigend hinzu.
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