

Viersen , 10.05.2010
Den direkten Kontakt mit den Patienten pflegen
Neuer Chefarzt in der Klinik für Kardiologie und Angiologie
Ein Krankenhaus mit guter Substanz und kompetenten Mitarbeitern. Das alles eingebettet in die schöne Region des Niederrheins: "Die Entscheidung, an das Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH) zu wechseln, habe ich schnell gefällt", sagt Prof. Dr. Nicolas von Beckerath, neuer Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie. Gemeinsam mit Dr. Karsten Woelke, der bereits im vergangenen Jahr die Leitung der Klinik für allgemeine Innere Medizin und Pneumologie übernahm, löst er den langjährigen Chefarzt der Medizinischen Klinik, Dr. Falk-Rüdiger Althoff ab, der in den Ruhestand getreten ist.
Die Medizinische Klinik ist nun zweigeteilt und ein neuer Schwerpunkt ergänzt das bisherige Angebot. Denn von Beckerath ist nicht nur Kardiologe, sondern auch Angiologe. Der Bereich der Gefäßerkrankungen war bisher am AKH Viersen in dieser Form nicht besetzt. "Hier kann man noch einiges aufbauen", so der 46-Jährige. Als Gefäßspezialist behandelt der Chefarzt unter anderem Erkrankungen der Halsschlagader, der Schulter-Armarterien, der Nierenarterien und der Becken-Bein-Arterien. Verengungen und Verschlüsse der Becken-Bein-Arterien führen zur so genannten Schaufensterkrankheit. Neben der interventionellen Kardiologie und Angiologie ist der neue Chefarzt Spezialist für die Themen Blutgerinnung und blutverdünnende Medikamente.
Viel Wert legt von Beckerath auf die Aus- und Fortbildung seiner Mitarbeiter. "Eine ausgeprägte Fortbildungskultur und eine strukturierte Weiterbildung sind immens wichtig und das beste Argument, gute Leute zu bekommen und zu halten." Um seine Pläne umzusetzen, sieht von Beckerath im AKH Viersen gute Voraussetzungen. Ein großer Vorteil sei die Selbstständigkeit des Krankenhauses. Dazu passt auch der intensive Austausch mit den niedergelassenen Ärzten und deren Mitarbeit im AKH Viersen. Wichtig ist dem neuen Chefarzt bei seiner Arbeit außerdem der direkte Kontakt zu den Patienten unter anderem durch regelmäßige Visiten.
Vom deutschen Herzzentrum in München nach Viersen
Prof. Dr. Nicolas von Beckerath hat an der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München studiert. Er ist Internist, Kardiologe und Angiologe. Der 46-Jährige war seit 1995 am Klinikum rechts der Isar und am Deutschen Herzzentrum in München tätig. Zuletzt leitete er neben der kardiologischen Oberarzttätigkeit die Angiologie. Das Münchener Herzzentrum ist eines der großen deutschen Spezialzentren. Jährlich werden dort rund 8.000 Herzkatheteruntersuchungen vorgenommen.
Eine große Umstellung durch den Umzug von der Metropole München ins beschauliche Viersen befürchtet er nicht. Sein Vater stammt aus Krefeld und es gibt noch viele Verwandte und Freunde in der Region. Zudem ist es jetzt für den passionierten Segler nicht weit bis zur Maas und bis zum Ijsselmeer. Nicolas von Beckerath ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen.
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