| Pressemitteilung vom11. Mai 2010 |
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Frühe Hilfen kommen an - Selbert zieht Zwischenbilanz Kreis Kassel. Vizelandrätin Susanne Selbert zieht eine Zwischenbilanz des Projektes „Frühe Hilfen“, das Kleinkinder vor psychosozialen Problemen in ihrer Familie schützen soll. „Um Kinder vom Säuglingsalter bis zum vollendeten dritten Lebensjahr vor den Hauptrisikofaktoren Alkohol- bzw. Drogenmissbrauch der Eltern, psychische Erkrankung eines Elternteils, Gewalt in der Familie und Misshandlungserfahrungen der Eltern zu schützen, haben die Drogenhilfe Nordhessen e.V. und wir das gemeinsame Projekt „Frühe Hilfen“ im Jugendamt des Landkreises Kassel ins Leben gerufen“, berichtet Selbert. Seit dem Juni 2008 wurde das Hilfsangebot in 19 Fällen in Anspruch genommen - in drei Fällen musste eine Inobhutnahme des Kindes durch das Jugendamt erfolgen. „Die Eltern gefährdeter Kinder weisen meist mehrere dieser Risikofaktoren gleichzeitig auf. Dann besteht immer das Risiko der Vernachlässigung oder sogar der Misshandlung des Kindes,“ so Selbert weiter. Das Angebot „Frühe Hilfe“ geht über die reine Fallbetreuung hinaus. Zum Beginn des Projektes musste zunächst ein Koordinationsnetzwerk zwischen Ärzten und medizinischen Einrichtungen in der Region Kassel, der Jugendhilfe im Landkreis und anderen hilfegebenden Institutionen für Familien aufgebaut werden. Sinn und Zweck dieses Netzwerkes ist es, möglichst viele Eltern potenziell betroffener Kinder zu erreichen und auf das Hilfsangebot hinzuweisen. Es wurden rund 490 Teilnehmer in öffentlichen Veranstaltungen über die Aufgaben und Ziele der „Frühen Hilfe“ informiert. „Unsere erste Zwischenbilanz zeigt, dass frühe Hilfen benötigt werden“, betont Vizelandrätin Selbert. Die eingesetzten Mittel seien gut angelegtes Geld, denn langfristig gesehen könne die Hilfe für Kinder in benachteiligten Lebenslagen auch den Arbeitsmarkt positiv beeinflussen. Selbert: „Wenn es gelingt, junge Menschen von Anfang an besser gesellschaftlich zu integrieren, haben sie bessere Bildungs- und Ausbildungschancen“. Gut ausgebildete Jugendliche und junge Erwachsene seien ein wichtiges Plus im Standortwettbewerb der Region, so die Vizelandrätin abschließend. Zur Umsetzung des Projekts „Frühe Hilfen“ wurde eine zusätzliche halbe Stelle beim Jugendamt eingerichtet, die zu je 45 Prozent vom Landkreis und vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit sowie zu zehn Prozent von der Drogenhilfe Nordhessen e.V. finanziert wird. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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