
Kreis Unna. (PK) Eine Selbsthilfegruppe für Betroffene der Krankheit mit dem komplizierten Namen Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) soll für das Ruhrgebiet und das südliche Münsterland gegründet werden. Ein erstes Treffen ist Ende Juni geplant. Darauf weist die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) hin.
Der Begriff CMD setzt sich zusammen aus „Cranium“ (Schädel), „Mandibula“ (Unterkiefer) und „Dysfunktion“ (Fehlfunktion). Es handelt sich um eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, bedingt durch Störungen in der Funktion der Zähne, der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und der angrenzenden Strukturen.
Nach Schätzungen leiden 8 Prozent der Bevölkerung, also rund 6 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Die Symptome sind so vielfältig, dass CMD auch als Chamäleon bezeichnet wird. Beispiele sind das Pressen und Knirschen der Zähne, Kieferschmerzen, Kauschwierigkeiten, Knacken und Reibegeräusche sowie Zahnschmerzen und gereizte Zahnhälse. Manchmal lässt sich sogar der Mund nicht mehr vollständig öffnen. Es kann aber auch Warnsignale aus anderen Körperregionen geben. Symptome sind z.B. Doppeltsehen, Gesichtsfeldausfälle, Nackenschmerzen oder Gefühlsstörungen in den Händen. Tinnitus, Schwindel oder Müdigkeit passen ebenfalls in das Krankheitsbild.
Wer sich für die Selbsthilfegruppe interessiert, kann sich bei der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus des Kreises in Lünen melden. Ansprechpartnerin ist Margret Voss, Tel. 0 23 03 / 27 28 29, E-Mail margret.voss@kreis-unna.de. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Weitere Informationen zu CMD gibt es auch unter www.cmd-initiative.de.