Kreis Unna - Presse und Kommunikation

18. Juni 2010

Kreis gibt Tipps zum Grillvergnügen

Benzin bleibt besser im Kanister

Kreis Unna. (PK) Das schöne Wetter und die länger werdenden Tage sind ideale Voraussetzungen, um in gemütlicher Runde bei kühlen Getränken im Garten zu sitzen und zu grillen. Leider wird dabei manchmal unsachgemäß und sorglos mit dem Grill umgegangen. Der Kreis Unna gibt Tipps, damit nichts schief geht und der Abend zu einem ungetrübten Genuss wird.

„Zum Anzünden der Holzkohle eignen sich am besten spezielle Grillanzünder. Auf keinen Fall sollte man Spiritus oder gar Benzin benutzen, da gefährliche Verbrennungen die Folge sein können“, so Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann. Zum Grillen sollte ausschließlich Holzkohle verwendet werden, denn beim Verbrennen von Holz oder Papier entstehen verhältnismäßig große Mengen an krebserregenden Benzopyrenen. Bei unsachgemäßem Grillen oder Räuchern gelangen diese mit dem Rauch an die Nahrungsmittel und lagern sich dort ab. Das Grillgut selbst sollte erst auf den Grill gelegt werden, wenn die Holzkohle gut durchgeglüht ist. Dafür muss man zwischen 30 und 60 Minuten einplanen. Dann sollte es auf eine Alufolie gelegt oder in die Folie gewickelt werden.

Besondere Vorsicht ist beim Grillen auf dem Balkon geboten: Durch Funkenflug kann leicht der Dachstuhl oder der Balkon der nächsten Etage Feuer fangen, Rauch und Qualm ziehen in die eigene Wohnung und in die der Nachbarn durch Fenster und Türen. Wer auf seinem Balkon regelmäßiger grillen möchte, sollte dazu einen Tischelektrogrill verwenden. Er verursacht keinen Funkenflug, benötigt weniger Platz und die Rauch- und Qualmentwicklung ist bei korrekter Anwendung beinahe gleich Null. Vor dem Grillvergnügen sollte ein Blick in den Mietvertrag klar stellen, ob und wie oft auf dem Balkon überhaupt gegrillt werden darf.

Zur ungetrübten Grillparty gehört aber auch die sorgfältige Auswahl des Fleisches. Der Kreis-Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz rät, Schinken, Kasseler, Dauerwurst oder auch Pökelfleisch nicht zu grillen, da bei diesen Fleischsorten die Bildung der krebserregenden Nitrosamine unter Hitzeeinwirkung beschleunigt wird.

„Damit die Grillparty nicht zu einer ernsten Gesundheitsgefahr wird, sollte grundsätzlich auf Hygiene und die richtige Zubereitung geachtet werden“, empfiehlt der Amtsarzt des Kreises, Dr. Bernhard Jungnitz. So muss das Grillfleisch immer gut durchgegart werden. Auch bei Geflügel sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch auch am Knochen eine weiße bis graue Farbe hat. Salate und Grillsoßen sollten immer gut gekühlt und erst kurz vor dem Verzehr aufgetragen werden.


Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Silke Schmücker, Fon 02303 27-1113, E-Mail silke.schmuecker@kreis-unna.de


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