
„Es handelt sich bei der Präsentation um eine der umfangreichsten, die während der letzten Jahrzehnte zum Werk Ernst Barlachs gezeigt wurde“, so der Ausstellungsmacher Thomas Hengstenberg und fügt hinzu, dass man schon kräftig zaubern musste, um solch ein Projekt realisieren zu können.
Auch Rainer Stratmann, Kulturdezernent, Kreisdirektor und Kämmerer des Kreises, zeigt sich von dieser Besucherresonanz erfreut. „Die große öffentliche Aufmerksamkeit zeugt von der Qualität der Cappenberger Ausstellungen“, lobt der Kulturdezernent und erläutert, dass „die Skulpturen Ernst Barlachs in dem besonderen Ambiente des Schlosses hervorragend wirken und dem Betrachter neue Perspektiven eröffnen.“
Das museumspädagogische Begleitprogramm zur Ausstellung hat ebenfalls eine große Resonanz erfahren und sowohl spielerisch wie auch kompetent die Kunst Barlachs altersgerecht vermittelt. In Kooperation mit der Ernst Barlach Museumsgesellschaft zeigt der Kreis Unna bis Sonntag mit dem Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller Ernst Barlach (1870-1938) einen der renommiertesten deutschen Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Besonders in seinem bildhauerischen Schaffen konzentrierte sich der Künstler auf die menschliche Figur, die er auf Grundformen reduzierte und gewissermaßen "entindividualisierte". Nicht Details, sondern der Ausdruck existentieller menschlicher Zustände wie Hunger, Trauer und Verzweiflung waren für Barlach wesentlich. Vor allem die Bettler-Figur, der von allen materiellen Bindungen gelöste Mensch, sollte für den Bildhauer zum Symbol der menschlichen Existenz schlechthin werden.
Die Schau konzentriert sich im Wesentlichen auf das plastische Werk des Künstlers, präsentiert aber auch den Zeichner, Graphiker und Schriftsteller Ernst Barlach. Eine Auswahl von ca. 60 Plastiken und ca. 250 zeichnerischen und graphischen Arbeiten sowie zahlreiche Originaltexte und historische Fotos des Künstlers konstruieren ein lebendiges Bild seiner Zeit und werfen bis heute aktuelle Fragestellungen auf.
Bildzeile:
Foto 1: Kulturdezernent Rainer Stratmann (links) mit einer von Museumspädagogin Dagmar Schmidt (rechts) geführten Schulklasse.
Foto 2: Kulturdezernent Rainer Stratmann zeigt sich über die Besucherresonanz erfreut. Fotos: Kreis Unna
Pressekontakt: Kreis Unna - Presse und Kommunikation, Sigrid Zielke, M. A., Kulturreferentin, Fon 02303 27-2141, Fax 02303 27-4141, sigrid.zielke@kreis-unna.de