Grebenstein/Reinhardshagen.
Die Lucas-Lossius-Schule in Reinhardshagen und die Burgbergschule in Grebenstein arbeiteten in diesem Jahr beim Entdeckertag der Sozialarbeit in Schulen (SiS) zusammen. Unter dem Motto „Auf den Spuren von Sherlock Holmes“ gaben sie den Kindern des dritten Schuljahres die Möglichkeit, sich einmal als Detektive zu versuchen. „Die Kinder lernten das Berufsbild eines Detektivs kennen. Anhand von Sinnesspielen und -aufgaben erfuhren sie verschiedene Fähigkeiten, die eine echte Spürnase beherrschen muss,“ so Julia Heide, Schulsozialarbeiterin am Schulstandort Heinrich-Grupe-Schule/Burgbergschule in Grebenstein.
Die Kinder durften auch selbst eine eigene kleine Ermittlung durchführen: Sie mussten einen Tatort absichern und Spuren suchen, um ihren Detektiv-Führerschein zu bekommen. „Die Kinder mussten ruhig und konzentriert in kleinen Gruppen zusammenarbeiten. Diese Fähigkeiten, die hier trainiert wurden, lassen sich prima in den Schulalltag übertragen,“ erklärt Schulsozialarbeiterin Silke Schäfer von der Lucas-Lossius-Schule in Reinhardshagen.
Bereits seit dem Schuljahr 2008 ist der Entdeckertag ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Schulen. Auf diese Weise können Ressourcen gemeinsam genutzt werden, um den Tag für alle Schüler besser und schöner zu gestalten. Die gemeinsame Lernerfahrung kann dann als Basis für spätere Problemlösungen verwendet werden.
Die Kleingruppen ermöglichen es den Sozialpädagoginnen, die Gruppenerlebnisse später mit Alltagssituationen zu verbinden, um Anforderungen zu bewältigen oder Probleme zu lösen.
Hintergrund:
Der Kreistag des Landkreises Kassel hatte im März 2005 ein Rahmenkonzept für Schulsozialarbeit und Kooperation von Jugendhilfe und Schule im Landkreis Kassel beschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurde damit unter bestimmten Voraussetzungen an allen Schulen des Sekundarbereichs I sowie an Berufs- und einigen Grundschulen Schulsozialarbeit im Landkreis Kassel ermöglicht. Im Februar 2008 beschloss der Kreistag, dass die Schulsozialarbeit ausschließlich über die von den kreisangehörigen Kommunen an den Kreis abzuführende Schulumlage finanziert wird. Aktuell gibt es Schulsozialarbeit an 26 Schulen im Landkreis – die jeweiligen Schulsozialarbeiter sind entweder bei der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft (AGiL), freien Trägern, einer Gemeinde sowie in einem Fall beim Landkreis Kassel selbst beschäftigt. Die fachliche Verantwortung liegt beim Landkreis Kassel. Die Kosten für die Schulsozialarbeit belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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