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Leverkusen, 02. Juli 2010

Leverkusen stark auf dem materials day vertreten

„Synergetische Kooperationen fördern, Umsetzung von Innovationen beschleunigen“, lautete das Motto bei der Gründung des Netzwerks Innovative Werkstoffe Rheinland beim materials day am 30. Juni.

 

Innovative Werkstoffe haben die Welt bereits entscheidend

beeinflusst. Was oftmals zuvor in der Raumfahrt erprobt

wurde, findet sich heute in einem jeden Haushalt wieder. 70

Prozent aller neuen Produkte basieren auf innovativen

Werkstoffen. Durch sie werden Autos sicherer, die Umwelt

sauberer und medizinische Visionen Realität. Insgesamt fünf

Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der

Werkstoffindustrie, viele davon in Nordrhein-Westfalen. Mit

rund 30 Unternehmen, die branchenübergreifend in Sachen

Innovative Werkstoffe tätig sind, spielt der Standort

Leverkusen bereits heute eine wichtige Rolle. Leverkusen soll

durch das Netzwerk in diesem Bereich weiter gestärkt und als

Mitinitiator ein zukunftsfähiges und unverkennbares Profil

erhalten.

Das große Potential in Leverkusen und der Region ist ein guter

Grund, sich zusammenzutun. Denn: Gemeinsam ist man

stärker. Beim materials day, der am Mittwoch (30. Juni) im

Tanzbrunnen an der Koelnmesse stattfand, wurde das in

Gründung befindliche „Netzwerk Innovative Werkstoffe

Rheinland“ im Rahmen einer Pressekonferenz und einer

anschließenden Festveranstaltung den rund 120 Gästen

vorgestellt.

Ziel dieser regionalen Initiative ist es, die Attraktivität des

Rheinlands (der so genannten ABCD-Region mit den Städten

Aachen, Bonn, Cologne, Düsseldorf) für Kooperationen von

Wirtschaft und Wissenschaft sowie industrielle

Neuansiedlungen nachhaltig zu steigern.

Initiiert wurde das Cluster 2009 vom CHEMPARK und der WfL

Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH, die sich zusammen

mit den anderen Netzwerkpartnern beim materials day

präsentierten. „Im engen Schulterschluss mit Unternehmen,

Wissenschaft und themenbegleitenden Institutionen aus dem

gesamten Rheinland werden mit dem Netzwerk die Vorteile

der Innovativen Werkstoffe auf den Punkt gebracht“,

beschreibt CHEMPARK-Leiter Dr. Ernst Grigat Sinn und Zweck.

"Ich begrüße die Gründung des Netzwerks sehr. Die

Wirtschaftsförderung Leverkusen wird mit ihren Partnern in

dem Netzwerk eine starke Rolle spielen, und ich bin sehr

zuversichtlich, dass die Stadt und die Unternehmen von dieser

neuen Zukunftsbranche profitieren werden,“ erklärte

Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn bei seiner Begrüßung

der Gäste des materials days.

 

Über die klassische Chemie hinaus will der CHEMPARK, der

rund 70 Unternehmen beheimatet, neue, zukunftsträchtige

Themenfelder erschließen. Gemeinsam mit der WfL sollen

Innovationspotentiale innerhalb der Wertschöpfungskette

ausgelotet werden, um auf diese Weise den

Wirtschaftsstandort Leverkusen noch attraktiver für

Neuansiedlungen zu machen. So sollen künftig Kompetenzen

geschaffen und vernetzt, Kunden gewonnen und Märkte

erobert werden.

„Das regionale Netzwerk kann dazu beitragen,

Kompetenzfelder verschiedener Unternehmen frühzeitig zu

erkennen und zu bündeln und attraktive Technologie- und

Werkstoffprojekte zu begleiten“, erklärte Wolfgang Paczenski,

Manager des Netzwerks Innovative Werkstoffe Rheinland. Der

Sprecher des noch jungen Netzwerkes ist mit Leverkusen eng

verknüpft. Er konnte nicht nur bei seiner Zeit im Leverkusen

beheimateten Standort der polyMaterials AG viele Erfahrungen

in punkto neue Materialien sammeln, Paczenski ist auch hier

zu Hause.

Zum Netzwerk gehören neben den Mitinitiatoren CHEMPARK

und WfL auch die Wirtschaftsförderungen der anderen

beteiligten Kommunen Köln, Krefeld, Neuss und Dormagen,

Hochschulen, Fachhochschulen, Forschungsinstitute,

Initiativen wie das Werkstoff-Forum der RWTH Aachen,

innovative, mittelständische Unternehmen und Vereine,

Verbände wie ChemCologne und der

Standortmarketinggesellschaft

Cologne Bonn Business, das Landescluster

NanoMikro+Werkstoffe NMW.NRW sowie die Koelnmesse.

Die drei zentralen Anliegen des Clusters sind die Profilierung

des Rheinlands als Kompetenzschwerpunkt entlang der

gesamten Wertschöpfungskette, die Förderung von

synergistischen Kooperationen mit dem Ziel einer

beschleunigten Umsetzung von Innovationen in marktfähige

Produkte und die Steigerung der Attraktivität der Region für

Unternehmens-Neuansiedlungen und Investitionen.

Dies soll durch eine Analyse der Unternehmenslandschaft,

den Aufbau und der Pflege des Dialogs zwischen Partnern

untereinander und zu Verbänden und Organisationen erreicht

werden.

Gerade Leverkusen ist mit den MINT-Schulen, den

Schülerlaboren, dem Girl‘s Day oder Wettbewerben wie

„Jugend forscht“ schon heute gut aufgestellt, um das so

wichtige Thema auch dem Nachwuchs schmackhaft zu

machen. Hinzu kommt mit dem neuen Campus der FH Köln auf

dem Bahnstadtgelände auch die akademische Voraussetzung,

um später wissenschaftliches Studium mit beruflicher

Ausbildung zu verknüpfen.

„Leverkusen bietet hervorragende Potenziale, um im

Standortwettbewerb mit einem unverwechselbaren Profil

anzutreten. Unser nächstes Ziel ist es, das Netzwerk auf

stabile Füße zu stellen, damit wir unsere Kompetenzen im

Werkstoffbereich weiter entwickeln können“, sagte WfLGeschäftsführer

Dr. Frank Obermaier, der am 1. Juli seine Tätigkeit

bei der Leverkusener Wirtschaftsförderung aufgenommen hat.

Dr. Roman Milczarek vom Leverkusener Bremsbeläge-

Hersteller TMD Friction kennt die Vorzüge von Clustern: „Wir

haben die Erfahrung gemacht, dass Netzwerke einen

erheblichen Beitrag leisten können, Innovationen schneller in

den Markt zu bringen. In der Automobilbranche wurden

aufgrund der traditionell hohen Vernetzung bereits deutliche

Erfolge erzielt.“ Er unterstützte die Netzwerkgründung durch

seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion auf dem materials

day.

Weitere Informationen zum Thema gibt es zukünftig auch im

Internet. Auf der Homepage

www.netzwerk-iw.de, die sich in

den letzten Arbeiten befindet, stellen sich auch die

Leverkusener Unternehmen Carcoustics, Lux Elements und

TMD Friction mit ersten Beispielen für innovative Werkstoffe

vor.

(WfL)

 



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