Pressedienst des Kreises Borken vom 29. 07. 2010

Langzeitarbeitslosigkeit sinkt erstmals seit 2008 wieder auf eine Quote unter drei Prozent
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Zahlen nähern sich wieder dem Niveau vor der Wirtschaftskrise“



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Kreis Borken.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im Juli um 242 Personen gesunken. Aktuell zählt der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken" 5.714 erwerbsfähige Hilfebedürftige, die als arbeitslos registriert sind. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet liegt bei 2,9 Prozent und somit erstmals seit 2008 wieder unter drei Prozent. Die absolute Zahl der Bedarfsgemeinschaften und der Empfänger von Grundsicherung für Arbeitsuchende ist im Juli ebenfalls erneut leicht gesunken. Die Zahl der Hilfeempfänger liegt derzeit bei 20.082 Personen. Sie leben in 9423 Bedarfsgemeinschaften.

„Damit nähert sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen langsam wieder dem Niveau vor der Wirtschaftskrise", erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker. Besonders die absolute Zahl der Empfänger von Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie der Bedarfsgemeinschaften war während der Krise stark angestiegen. „Diese Zahlen gehen jetzt nur zögerlich zurück, so dass noch immer viele Personen auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind", bremst der Landrat allerdings noch ein wenig die Euphorie. Er ist jedoch optimistisch, dass sich auch in diesem Bereich die Lage weiter verbessern wird.

Der Blick in die Zahlen für die Städte und Gemeinden des Kreises zeigt, dass sich die Arbeitslosigkeit überwiegend positiv entwickelt. In Gronau ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -87 Personen am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Ahaus mit -39. Lediglich in Gescher und Vreden ist die Zahl um 5 bzw. 6 Personen gestiegen.

Gegenüber Juli 2009 zählt der Service-Punkt ARBEIT 165 langzeitarbeitslose Personen weniger. Vreden hat mit +68 Personen den stärksten Anstieg, Gronau mit -153 Personen den stärksten Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.

Für das Kreisgebiet liegt diese Quote bei 2,3 Prozent und ist damit um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat gesunken. Die höchste Belastung weist weiterhin die Stadt Bocholt mit 3,5 Prozent aus, gefolgt von Borken mit 3,2 Prozent und Gronau mit 3,1 Prozent, wobei in Gronau in diesem Jahr eine positive Entwicklung vorweisen kann. Zu Beginn des Jahres lag die Quote dort noch bei 3,6 Prozent. Heek, Legden, Schöppingen und Südlohn haben mit unter einem Prozent die geringste Quote im Kreisgebiet.



Pressekontakt: Kreis Borken, Andrea Hertleif, Tel.: 0 28 61 / 82 - 21 09

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Langzeitarbeitslose im Verhältnis zur Bevölkerung von 15 bis 65 Jahren

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den Städten und Gemeinden im Jahresvergleich



     

Herausgeber:
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