| Pressemitteilung vom04. August 2010 |
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Radwegprobleme am R4 gelöst? – Verbesserungen in Teilbereichen in Sicht Zierenberg/Schauenburg/Habichtswald. Der längste hessische Radfernweg, der R4, verläuft über eine Strecke von 415 Kilometern von Bad Karlshafen bis nach Hirschhorn am Neckar. Er durchquert den Landkreis Kassel längs der Diemel und der Warme und führt über Wolfhagen und Naumburg in den Schwalm-Eder-Kreis. „Der R 4 führt durch eine der schönsten Landschaften im Kreis,“ ist sich Kreispressesprecher Harald Kühlborn sicher. Allerdings mangelte es in der Vergangenheit gerade im Warmetal an einer überzeugenden Streckenführung. „Der Kreistag hatte den Kreisausschuss aufgefordert zu prüfen, welche Maßnahmen getroffen werden können, um die Attraktivität des Radweges zu steigern“, berichtet Kühlborn weiter. Zurzeit verlaufe die Routenführung zwischen Liebenau und Schauenburg zu einem großen Teil auf den Landstraßen 3211 und 3220. Die kurvenreiche Straßenführung bringe für Radtouristen immer wieder Sicherheitsprobleme.
Eine Überprüfung möglicher Alternativen zur bisherigen Routenführung zusammen mit den beteiligten Kommunen, dem Amt für Straßen und Verkehrswesen, dem Landesbetrieb HESSEN-FORST und der Polizei habe ergeben, dass zumindest für Teilbereiche eine Verbesserung erreicht werden kann.
Eine Problemlage am R4 ergibt sich am Gut Laar. Kühlborn: „Der Gutsbesitzer bemängelt zu Recht, dass Radfahrer sein Betriebsgelände mit hoher Geschwindigkeit durchfahren oder sich auf seinem Privatgelände aufhalten“. Die Durchfahrt des Geländes soll nun durch Beschilderung und Markierung eindeutig geregelt werden. „Außerdem wird ein Rastplatz für Radfahrer vor der Mühle Laar eingerichtet“, kündigt der Kreispressesprecher an. Im Gegenzug dafür gestattet der Gutsbesitzer, dass die Route des R4 künftig über in seinem Besitz befindlichen etwa 2,5 Kilometer langen Wirtschaftsweg zwischen den Gütern Laar und Rangen verläuft. „Damit sind die Radfahrer runter von der Landstraße und auch den Interessen des Gutsbesitzers konnte entgegengekommen werden“, kommentiert Kühlborn.
In südlicher Richtung nach Zierenberg verläuft ein nicht befestigter Wirtschaftsweg parallel zur L 3220. Kühlborn: „Hier haben wir erreicht, dass dieser Weg eine wassergebundene Decke erhalten soll, sodass er gut für Radfahrer zu nutzen sein wird und sie hier nicht mehr auf der Straße fahren müssen“.
Schwieriger gestaltet sich der radtouristische Ausbau in nördlicher Richtung ab Laar. Hier mangelt es schlicht an fahrradgeeigneten Wegen oder solchen, die man zu Radwegen umbauen könnte, so der Pressesprecher weiter. Außerdem ist die Gegend durch die vielen Hügel auch topografisch nicht gut zum Radfahren geeignet. Als nächstes werde daher überprüft, ob es möglich ist, vom Besitzer des Gutes Hohenborn und dem Landwirt nördlich des Gutes Flächen zu erwerben, um einen Radweg parallel zur L 3220 auch in nördlicher Richtung anzulegen. Kühlborn: „Hier ist für den Herbst ein Gespräch mit der Stadt Zierenberg und den betroffenen Eigentümern vorgesehen“.
Auch im Abschnitt zwischen Schauenburg und Habichtswald steht die Verlegung der Radfahrerroute weg von der L 3211 auf der Tagesordnung. Auch hier besteht die Möglichkeit, einen bereits vorhandenen Wirtschaftsweg zum neuen Radweg zu machen. Es müsste dann aber ein neuer Wirtschaftsweg angelegt werden. „Ob wir die ins Auge gefasste Lösung umsetzen können, ist noch nicht endgültig geklärt – wir hoffen jedoch, dass der R4 für die Fahrradsaison 2011 attraktiver gestaltet werden kann“, so der Pressesprecher abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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