Pressemitteilung vom05. August 2010
Burgmauer wieder hergestellt – Qualifizierungsmaßnahme und Denkmalschutz kombiniert

Wolfhagen. „Manche Dinge dauern etwas länger – aber das Ergebnis rechtfertigt die lange Wartezeit“, bewertet Kreispressesprecher Harald Kühlborn die Sanierungsarbeiten an der im Juni 2007 nach starken Regenfällen zum Teil eingestürzten Burgmauer in Wolfhagen. Die kreiseigene Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL) hatte die Sanierungsarbeiten übernommen und sich dabei von der Arbeitsförderung Landkreis Kassel (AfLK) zugewiesener ALG II-Bezieher bedient. „Wir konnten hier die Sanierung einer historischen Burgmauer mit einer Qualifizierung im Bereich Natursteinbearbeitung und denkmalgerechter Mauerarbeiten verbinden“, berichtet AGiL-Geschäftsführer Bruno Kramer. Diese Qualifizierung biete den Langzeitarbeitslosen gute Chancen, da es nur wenig Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt „in dieser Nische“ gäbe.

 

Der Mauersanierung waren intensive Abstimmungsgespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden vorausgegangen. Zuletzt hatte der Präsident des Landesamtes Prof. Dr. Gerd Weiß im Juli 2008 einem Kompromiss zugestimmt, der es ermöglichte, das Fundament für die neue Mauer so schmal wie möglich anzulegen. Die Mauer wurde als Schwergewichtsmauer mit den alten Steinen wieder aufgebaut. „Diese Art der Sanierung ist per se bereits äußerst zeitaufwendig – zuletzt mussten allerdings auch noch zusätzliche passende Steine gefunden werden, die es leider nicht im örtlichen Baumarkt zu kaufen gibt“, erläutert Pressesprecher Kühlborn.

 

Um den Druck aus dem Erdreich zu verringern, wurde von der Seite des Burggartens her die vorhandene Aufschüttung um rund einen Meter verringert. Um die Stabilität der Mauer zu erhöhen, wurde an der Nordseite der Mauer leichteres Material wie zum Beispiel Bimsstein angeschüttet. Kramer: „Das hat auch den Vorteil, dass das Regenwasser aus der Innenseite durch die Mauer besser abfließen kann“. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits im Herbst 2009 abgeschlossen sein – eine frühere Fertigstellung war allerdings aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen der Baumaßnahme nicht möglich.

 

Im Rahmen der archäologisch überwachten Sanierungsmaßnahme erlernten die eingesetzten ALG II-Bezieher das Arbeiten an historischen Maueranlagen und die dafür benötigten Werkstoffe und Vorgehensweisen. „Diese berufspraktischen Erfahrungen werden auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt sicher helfen“, betont Geschäftsführer Kramer.

 

Die Materialaufwendungen für die Sanierungsmaßnahme hat der Landkreis Kassel übernommen, die Personalkosten wurden über die Qualifizierungsmaßnahme von AGiL getragen.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Burgmauer Wolfhagen 1
Auf dem Foto sieht man von links nach rechts den AGiL-Anleiter Ewald Möller und seinen Sanierungstrupp Waldemar Haas, Anton Ferenz und Klaus Klapp.


Burgmauer Wolfhagen 2



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