Ottostadt Magdeburg.
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den mexikanischen Botschafter S.E. Francisco Nicolás Gonzáles Díaz. Bei seinem Besuch trug sich der Botschafter in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
S.E. Francisco Nicolás Gonzáles Díaz weilt zur Zeit auf Antrittsbesuch in Sachsen-Anhalt und Magdeburg. Mit ihm trug sich bereits zum zweiten Mal ein Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten in das Goldene Buch der Stadt ein. Die erste Eintragung erfolgte am 23. Oktober 2001 durch die damalige mexikanische Botschafterin und heutige Außenministerin I.E. Frau Patricia Espinosa. Neben seinem Antrittsbesuch im Landtag von Sachsen-Anhalt und im Magdeburger Rathaus wird sich der Botschafter am Abend auf Einladung der IHK auch mit Vertretern der Wirtschaft treffen.
Francisco Nicolás Gonzáles Díaz wurde am 10. September 1966 geboren. Er studierte Betriebswirtschaft und Verwaltung am Instituto Tecnológico Autónomo de México (ITAM) und absolvierte verschiedene Aufbaustudiengänge unter anderem an der Universität von Austin/ Texas. Vor seiner diplomatischen Laufbahn war er lange Zeit in der Privatwirtschaft tätig. Von 2002 bis 2008 arbeitete er als Handelsrat für Deutschland, Zentral- und Osteuropa der Mexikanischen Außenhandelsbank. Seit 2008 war er Regionaldirektor für Europa und den Mittleren Osten bei ProMexico in Frankfurt am Main. Seit dem 29. Juni 2010 ist S.E. Francisco Nicolás Gonzáles Díaz außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten in der Bundesrepublik Deutschland.
Deutschland und Mexiko verbinden traditionell gute Beziehungen. Neben einer engen Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit beider Länder ist Mexiko vor allem ein Schwerpunktland der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. So pflegt auch die Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität schon seit längerem einen intensiven Austausch mit mexikanischen Hochschulen. Darüber hinaus führt die IHK Magdeburg seit 1999 im Rahmen des Vermarktungshilfeprojektes des Bundesministeriums für Wirtschaft regelmäßige Beratungstage und Unternehmerreisen zum Thema Mexiko durch.
Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung erfolgte am 10. Mai 1931 durch die Mitglieder des Magistrats.
Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Weigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige und derzeitige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.
Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.
In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg (z.B. nach dem Gewinn der Champions League 2002), der Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich und Sven Ottke und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.
Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, die Telemann-Preisträger Prof. Dr. András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a.D. Roland Wambeck sowie besonders engagierte Bürger wie der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg.