Kreis Unna - Presse und Kommunikation

27. August 2010

Kinetik auf Schloss Cappenberg

Filigrane Objekte von Günter Haese

Kreis Unna. (PK) „Kosmen der Stille“, so lautet die aktuelle Schau, die der Kreis Unna auf Schloss Cappenberg in Selm noch bis zum 24. Oktober präsentiert. Mit den Kunstobjekten Günter Haeses sind die kinetischen Arbeiten von einem der international renommiertesten Künstler der Gegenwart zu sehen. Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in den internationalen Metropolen der Kunst, Ankäufe durch die bedeutendsten Museen und Privatsammlungen sowie vielfältige Auszeichnungen und Ehrungen begleiten Haeses künstlerischen Weg. Als Documenta-Teilnehmer, Biennale Künstler und weltweit gesammelter Vertreter der kinetischen Kunst hat Günter Haese bereits zu Lebzeiten die Kunstgeschichte erobert. Bis zu Beginn der 60er Jahre als Zeichner und Grafiker arbeitend, sprengte er 1962 die Gefangenschaft in den zwei Dimensionen des Arbeitsgrundes und experimentierte räumlich mit feinstem Messingdraht, Federn und Spiralen. Seine erste Plastik mit dem Titel „Seraph“ aus dem Jahr 1962 markiert den Scheitelpunkt in seinem künstlerischen Leben und den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Durch seine Beteiligung an der Ausstellung „Kunstpreis junger Westen“ im Jahr 1962 in Recklinghausen erregte er die Aufmerksamkeit von Herbert Pée, dem damaligen Direktor des Ulmer Museums, der ihm die erste Einzelausstellung ausrichtete. Eine überwältigende Aufmerksamkeit war die Folge. Für Thomas Hengstenberg, den Fachbereichsleiter für Kultur des Kreises Unna und Kurator der Ausstellung, ist der künstlerische Weg Günter Haeses eine „geradezu atemberaubende Geschichte aus dem Märchenbruch der Kunst.“ Über die Auswahl dieser Ausstellung erklärt er: „Das einzigartige Lebenswerk Günter Haeses beschreibt eine künstlerische Position, die von Moden und Zeitgeist unabhängig ist.“ Möglicherweise sind die Werke Haeses eine Reaktion auf die Erkenntnis, von Maschinen und Automaten umgeben und abhängig zu sein. Auf hintergründige, nicht selten ironische Weise thematisiert er ihr mitunter unheimliches Eigenleben, ohne jedoch der Versuchung zu unterliegen, das Dasein in einer von Technik geprägten Welt als inhuman zu beklagen. „Ich umschreibe die Logik“, so bekannte der Künstler über seine Arbeit. Tatsächlich sind seine Gebilde von eigenwilliger Körperlichkeit, sie haben zwar Volumen, besitzen jedoch keine Masse. Die Gesetze der Schwerkraft scheinen ihre Gültigkeit zu verlieren. Magie und Ästhetik, Rätselhaftes und bisweilen Absurdes umgibt die Objekte und versetzt sie in einen poetischen Schwebezustand zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Begleitend zur Ausstellung wird sonntags um 14.30 eine öffentliche Führung mit der erfahrenen Kunsthistorikerin Petra Mecklenbrauck angeboten. Private Führungen können bei Sigrid Zielke unter Tel. 0 23 03 - 27 21 41 oder sigrid.zielke@kreis-unna.de gebucht werden. Bildzeile: Ein filigranes Meisterwerk von Günter Haese. Foto: Kreis Unna




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Kinetisches Objekt Haeses im Detail

Ein kinetisches Objekt Günter Haeses im Detail.
Kinetisches Objekt Haeses im Detail


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