„Der Magdeburger Beschäftigungspakt hat beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragt, seine erfolgreiche Arbeit auch in den Jahren 2011 bis 2015 fortsetzen zu dürfen“, sagte heute Bernd Müller, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Magdeburg. Um die Bedeutung dieser Zielstellung für die beteiligten Regionen deutlich werden zu lassen, unterzeichneten die Vertreter der einzelnen Regionen und Agentur für Arbeit Magdeburg eine gemeinsame Absichtserklärung.
Es soll Langzeitarbeitslosigkeit bei älteren Personen verringert werden, die bereits das 50. Lebensjahr überschritten haben. Der Landeshauptstadt Magdeburg, den Landkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis mit ihren jeweiligen paktbeteiligten Grundsicherungsträgern für Arbeitsuchende sowie der Agentur für Arbeit Magdeburg gehe es dabei insbesondere um die Sicherung von Kompetenz und Erfahrung für die regionale Wirtschaft.
„Die sich bereits jetzt abzeichnende demografische Entwicklung stellt bei mittelfristiger Betrachtung dem Arbeitsmarkt weniger Erwerbspersonen zur Verfügung. Zukünftig wird dieser Umstand zwangsweise zu einem Paradigmenwechsel in der Bewertung des Leistungsvermögens älterer Arbeitnehmer in Unternehmen führen. Deshalb erfährt die berufliche Wiedereingliederung Älterer in Zukunft eine immer größere Bedeutung“, erläuterte Müller.
In Kooperation mit den Projekt umsetzenden beteiligten Akteuren Technologie- und Berufsbildungszentrum Magdeburg gGmbH (tbz) und Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer (BBZ HWK) Magdeburg sollen in den kommenden fünf Jahren etwa 9.600 ältere Langzeitarbeitslose aktiviert werden.
Verbunden damit ist die Zielstellung, dass von diesen aktivierten so genannten erwerbsfähigen Hilfebedürftigen etwa 3.000 am Ende erfolgreich in Arbeit integriert werden konnten. Derzeit gibt es in den am Beschäftigungspakt beteiligten Regionen rund 13.000 Menschen über 50 Jahre, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Etwa 7.000 davon sind langzeitarbeitslos.
Eine anspruchsvolle Herausforderung, die nur durch eine Bündelung der Kräfte und gute Zusammenarbeit aller Mitwirkenden zu bewältigen ist. Ihre Bereitschaft dazu signalisierten die führenden Vertreter der Gebietskörperschaften und Agentur für Arbeit mit ihrer Unterschrift bereits heute.