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Leverkusen, 15. September 2010

TBL: "Bewährungsprobe bestanden"

"Es ist alles hundertprozentig gelaufen - die Bewährungsprobe haben wir in jeder Hinsicht bestanden!" Reinhard Gerlich, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) verantwortlich für den Bau der Hochwasserschutzwand in Hitdorf, die im Frühjahr 2011 endgültig fertiggestellt sein soll, und in Zukunft dann auch für die Organisation der Schutzmaßnahmen, die im Hochwasserfall am Rhein getroffen werden müssen, war heute mittag mehr als zufrieden:

Die "Dreitages-Aufgabe", nach einem vorgegebenen Zeit- und Ablaufplan zuerst die sechs Deichtore in der vorhandenen  910 Meter langen Betonwand zu schließen, anschließend die mobile Aluminum-Wand - Gesamtgewicht 77 Tonnen - auf einer Länge von 800 Metern "draufzusatteln", und am letzten Tag alles wieder abzubauen und ordnungsgemäß ins TBL-Lager an der Borsigstraße zurückzutransportieren - die haben neun Mitarbeiter der TBL und rund 40 Mitarbeiter der Leverkusener Transport- und Logistikfirma Niesen bestens bewältigt. "Das hat so gut geklappt, wir sind selbst positiv überrascht", freute sich Gerlich heute. Die vorgebenen Zeiten wurden eindrucksvoll unterboten. A
uf- und Abbau nahmen mehrere Stunden weniger in Anspruch als vorher einkalkuliert. "Das heißt", so Gerlich, "wir schaffen es in jedem Fall, Deichtore und Wand rechtzeitig zu schließen bzw. aufzubauen. Bei einem Hochwasser kommt es darauf an, die Wand möglichst schnell dicht zu haben, und das haben wir jetzt gezeigt". 

Ab 7. 30 Meter Kölner Pegel fällt In Hitdorf der Startschuss zur Schließung der Tore, und im Extremfall, bei Hochwasserstufe IV, bietet dann die mobile Wand Schutz - bei einem Wasserstand von 11. 80 Meter am Kölner Pegel. Bei den Jahrhunderhochwässern 1993 und 1995, auf die mit dem neuen Hochwasserschutz entlang des Rheins reagiert wurde, stand das Wasser in Hitdorf 10. 69 Meter hoch, einen Zentimeter niedriger als beim höchsten, das in Hitdorf je gemessen wurde: nämlich Im Jahr 1926.

Besonders zufrieden war Gerlich damit, wie gut die Zusammenarbeit zwischen seinen eigenen Mitarbeitern - einer neun Mann starken Truppe - und den "umzugserfahrenen" Mitarbeitern von Niesen beim Aufbau und im gesamten logistischen Ablauf funktioniert hatte.
Er betonte, dass die Übung, die formal alle sieben Jahre vorgesehen ist, aber nach Ansicht der TBL häufiger wiederholt werden sollte, um im Training zu bleiben, viele wertvolle Erkenntnisse gebracht habe: Zum Beispiel die, dass die Deichtore im Ernstfall in einer anderen Reihenfolge geschlossen werden sollten, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen.

Nach den positiven Erfahrungen mit dem Probeaufbau werden die TBL den Aufbau der mobilen Wand ausschreiben. Die "Masse" der Arbeit, so Gerlich, extern zu vergeben, sei wirtschaftlicher. Wichtig ist dem Geschäftsführer der TBL jedoch, dass seine eigenen, jetzt trainierten Mitarbeiter, im Ernstfall in der Lage sind, die Deichtore schnell zu schließen, denn: "Die Schließung der Tore reicht in den meisten Fällen schon aus, um die Hitdorfer vor Hochwasser zu schützen."



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