Kreis Unna - Presse und Kommunikation

17. September 2010

Amerikanische Faulbrut bei Bienen

Aufhebungsuntersuchungen in Schwerte im Frühjahr 2011

Kreis Unna. (PK) Im Juni dieses Jahres ist in einem Bienenstand in Schwerte die Amerikanische oder auch Bösartige Faulbrut der Bienen festgestellt worden. Entsprechend den Vorschriften der Bienenseuchenverordnung wurde von der Kreisveterinärbehörde zum Schutz vor Verschleppung um den befallenen Bienenbestand ein gemeinsamer Sperrbezirk mit der Stadt Dortmund eingerichtet. Die zur Aufhebung des Sperrbezirks erforderlichen Aufhebungsuntersuchungen werden im Frühjahr 2011 durchgeführt. Dies teilt die Veterinärbehörde des Kreises mit.

 

Grund für die Verschiebung der Untersuchungen ist, dass der letzte Fall in Dortmund erst vorige Woche abgeschlossen wurde und zwischen dem Abschluss eines Seuchenfalles und der Aufhebungsuntersuchung ein zeitlicher Abstand von mindestens 8 Wochen eingehalten werden muss. Damit würde der Zeitpunkt für die Untersuchungen jedoch in den November fallen. Da Untersuchungen bei niedrigen Temperaturen die Bienen zu sehr schädigen würden, werden diese auf das nächste Frühjahr verlegt. Nähere Informationen gibt es bei Dr. Tobias Kirschner vom Fachbereich Gesundheit und Verbrauchschutz des Kreises unter Tel. 0 23 03 / 27-15 39, Fax 0 23 03 / 27-14 99 oder der E-Mail tobias.kirschner@kreis-unna.de.

 

Die Amerikanische oder auch Bösartige Faulbrut ist eine gefährliche Erkrankung des Bienenvolkes, deren Behandlung der Tierseuchen-Gesetzgebung unterliegt. Ihr Erreger ist ein sporenbildendes Bakterium namens Paenibacillus larvae, das ausschließlich die Bienenbrut befällt. Erwachsene Bienen können nicht an Faulbrut erkranken, verbreiten aber die Sporen beispielsweise in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich, so dass mit Sporen belasteter Honig unbedenklich verzehrt werden kann.




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