Pressemitteilung vom30. September 2010
Schmidt: „Historischer Tag für Wolfhagen und den Landkreis“
Wolfhagen/Region Kassel.

„Der Begriff „Historischer Tag“ wird gerade im Zeitraum rund um den 3. Oktober häufig gebraucht – heute stimmt diese Bezeichnung für die Stadt Wolfhagen und Landkreis Kassel auf jeden Fall“, weist Landrat Uwe Schmidt auf die besondere Bedeutung der offiziellen Übergabe der neuen Herwig-Blankertz-Schule im Wolfhager Stadtteil Gasterfeld für die Region hin. Es gäbe nur wenige Beispiele einer schnellen und so gelungenen Konversion einer militärischen Einrichtung in einen Campus für Bildung und Qualifizierung bundesweit. „Geradezu einzigartig dürfte es sein, dass ein Landkreis in Deutschland eine neue Berufsschule baut“, ist sich Schmidt sicher. Und sicherlich auch nur bei wenigen Schulträgern bundesweit anzutreffen sei der Umfang des 200 Millionen Euro Sanierungspakets, das der Landkreis Kassel „aus eigener Kraft“ in seine Schulen investiert habe.

Schmidt: „Im Kreistag und in der Öffentlichkeit wird mir ja immer vorgeworfen, ich würde nichts gegen das Defizit im Kreishaushalt tun und das Geld sozusagen mit vollen Händen aus dem Fenster werfen“. Wer so etwas behauptet, verschweige allerdings, dass der Landkreis Kassel zur Finanzierung „eines Jahrhundert- Bildungs-Konjunkturprogramms“ im Jahr 2010 rund 13 Millionen Euro an eigenen Mitteln aufwendet und das diese Summe bis zum Jahr 2013 auf 15 Millionen Euro jährlich ansteigt. „Alle reden von Investitionen in Bildung – wir handeln und da ist es kleingeistig, diese finanziellen Aufwendungen, die kein Kreis in Hessen hat, einfach mal unter den Tisch fallen zu lassen“, so der Landrat weiter. Schmidt: „Um im Bild zu bleiben: Wir werfen das Geld aus dem Fenster und Schüler, Eltern, Lehrer und die Wirtschaft in unserer Region fängt es auf“.

„Wie bei unseren anderen Schulbauprojekten im Kreis konnten wieder weit über 70 Prozent der Aufträge in der Region bleiben“, teilt der Landrat weiter mit. Damit habe sich der Ansatz, in schwierigen Auftragszeiten für die lokale Bauwirtschaft und die regionalen Handwerksbetriebe mit einem öffentlichen lokalen Konjunkturprogramm gegenzusteuern im vollem Umfang umsetzen lassen.

Mit Blick auf die „Anlaufschwierigkeiten“ in der neuen Schule zum neuen Schuljahr, macht Landrat Schmidt deutlich, dass jede Baumaßnahme und jede Veränderung auch mit Belastungen verbunden sei. „Ich habe manchmal allerdings den Eindruck, als ob die Maßstäbe nach denen wir über Umleitungen bei Straßenbauarbeiten und auch über Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben an Schulen urteilen, nicht mehr stimmen“, so Schmidt weiter. Die Relation zwischen einer festgestellten Beeinträchtigung und dem Ergebnis der Baumaßnahme gerate so in eine vollkommen falsche Schieflage. Schmidt: „Bei mancher Kritik wird man den Eindruck nicht los, dass es am besten ist, wenn überhaupt nicht mehr investiert wird“.

Der Landkreis werde allerdings auf jeden Fall seine Verantwortung als Schulträger ernst nehmen und dafür sorgen, dass die räumlichen und sächlichen Voraussetzungen an allen Schulen im Landkreis gute Lernbedingungen sicherstellen.

Mit dem Bau der neuen Berufsschule in der ehemaligen Kasernenanlage war im Sommer 2008 begonnen worden – zwei Wochen, nachdem der letzte Appell des Panzerbataillons 64 abgehalten worden war. „Dass dies ohne Unterbrechung und ohne Reibungsverluste erfolgen konnte, war einer sehr gelungenen Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfhagen, den Stadtwerken Wolfhagen, der GHT, der GKU Standortentwicklung GmbH und dem Fachbereich Schulen und Bauwesen des Landkreises zu verdanken“, lobt Schmidt. Das beauftragte Planungs- und Architekturbüro HHS aus Kassel habe eine zukunftsweisende Lösung für die Anforderungen einer Berufsschule gefunden und die Aufmerksamkeit, welche die neue Schule beim diesjährigen Tag der Architektur in Hessen erhalten hat, zeige, dass diese Herangehensweise auch über den Landkreis hinaus Anerkennung findet.

Für den Schulneubau waren rund 17,3 Millionen eingeplant. „Und auch hier werden wir, wie bei allen Maßnahmen unseres Schulbaupakets, keine Überschreitung der Kosten haben“, freut sich der Landrat abschließend.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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Herwig-Blankertz-Schule
Auf dem Foto freuen sich von links nach rechts Dr. Alois Rhiel (OFB), Reinhard Schaake (BM Wolfhagen), Jörg Schaal (GHT), Gerhard Greiner (HHS-Architekten), Landrat Uwe Schmidt, Dekan Dr. Gernot Gerlach und Schulleiter Karl Völksen.


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