Pressemitteilung vom11. Oktober 2010
Schmidt: Spitzenplatz des Landkreises Kassel Bestätigung für vielfältige Bildungslandschaft
Region Kassel.

Den Spitzenplatz des Landkreises Kassel bei der Zahl der Jugendlichen, die mit einem Schulabschluss die Schule verlassen, sieht Landrat Uwe Schmidt als Bestätigung für die Schulpolitik des Kreises. „Wir haben im Landkreis Kassel alle Bildungsangebote im schulischen Bereich von der Grundschule bis zum Gymnasium so ausgebaut, dass Schülerinnen und Schüler ihre Chance auf einen Schulabschluss auch wirklich nutzen können“, betont Schmidt. Wenn Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen müssten, sei dies der „denkbar schlechteste Start in die Zukunft“. Deshalb habe der Landkreis bildungspolitisch auf ein breit gefächertes Angebot gesetzt und deshalb „investieren wir seit 2005 über 300 Millionen Euro in unsere Schulen“, so Schmidt weiter. Außerdem sei es Konsens bei Schulleitungen und Lehrern an den Schulen im Landkreis Kassel, das möglichst alles getan werden soll, um Schülern einen Schulabschluss zu ermöglichen. „Ein großer Anteil am guten Abschneiden des Landkreises haben daher die Lehrerinnen und Lehrer“, hebt Schmidt das Engagement der Lehrkräfte im Kreis hervor.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung über die Schulabschlüsse in Deutschland hatte ergeben, dass im Landkreis Kassel nur 2,8 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss die Schule verlassen. Damit liegt der Landkreis bundesweit auf Platz 3. Im Bundesdurchschnitt verlassen 7,5 Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss – in Hessen sind es im Durchschnitt 7 Prozent.

Stolz macht Landrat Schmidt, dass der Landkreis diesen außergewöhnlich guten Wert unter Einbeziehung von Förderschulen erreicht hat. „Die Bildungsforscher der Bertelsmann-Stiftung weisen darauf hin, dass die Quoten der Schüler ohne Schulabschluss überall dort hoch sind, wo es Förderschulen gibt“, berichtet Schmidt. In den bayrischen Landkreisen Würzburg und Eichsfeld, die mit 2,5 Prozent Schulabgängern ohne Schulabschluss an der Spitze der Rangliste stehen, gäbe es zum Beispiel keine Förderschulen.

Im Landkreis Kassel leisteten die Förderschulen in Baunatal, Hofgeismar, Immenhausen und Wolfhagen hervorragende Arbeit – der Kreis habe mit seinen Grundsanierungen der Brüder-Grimm-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule in Hofgeismar sowie den aktuell laufenden Sanierungen der Baunsbergschule in Baunatal und der Wilhelm-Filchner-Förderschule in Wolfhagen seinen Teil zu einem positiven Lernumfeld beigetragen.

Die Forderungen der Bertelsmann-Bildungsexperten zum Abbau von Chancenungleichheit im Bildungswesen stoßen bei Landrat Schmidt auf offene Ohren: „Sowohl für die bessere Integration von behinderten Schülern in den Regelschulen wie auch der Ansatz von Praxisklassen, um Schulen stärker zur Arbeitswelt zu öffnen, gibt es bei uns im Landkreis gute Voraussetzungen“. Eine weitere Bertelsmann-Forderung nach Wegfall der Aufteilung zwischen Haupt- und Realschulen sei an den integrativen Gesamtschulen im Kreis bereits umgesetzt. „Es wäre ein gutes Zeichen, wenn die Landesregierung endlich ihre ideologischen Scheuklappen überwindet und den Schulträgern mehr Verantwortung für eine auf die Bedürfnisse der jeweiligen Region angepasste Bildungsstruktur überlässt“, fordert Schmidt abschließend mehr Flexibilität vom Land Hessen.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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