Ahnatal.
Der Umbau der Kreuzung der Landesstraße 3217 mit den Kreisstraßen 30 und 31 bei Ahnatal-Heckershausen ist abgeschlossen. „Durch das gute Zusammenspiel der Firma Rohde mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel und unserem Sonderfachdienst Verkehr ist es gelungen, die Straßenbaumaßnahme früher als ursprünglich abzuschließen und damit die mit dem Bau verbundenen Belastungen für Verkehrsteilnehmer und Anlieger früher zu beenden“, lobt Landrat Uwe Schmidt die am Bau beteiligten bei der offiziellen Verkehrsfreigabe. Der Kreisel war bereits in der letzten Septemberwoche wieder für den Verkehr freigegeben worden – der Akt der offiziellen Verkehrsfreigabe fand jetzt mit „zweiwöchiger Verspätung“ statt. „Man kann sich sicherlich über den Wert einer solchen späteren Verkehrsfreigabe streiten – allerdings ist das, was für den Hochbau das Richtfest ist, bei Straßenbaumaßnahmen die offizielle Verkehrsfreigabe“, gibt der Landrat zu bedenken. Es wäre deshalb ein „schlechtes Zeichen den offiziellen Abschluss einer größeren Baumaßnahme einfach so“ ohne Endpunkt ablaufen zu lassen, da dies in der Regel der einzige Termin sei, an dem alle am Bau Beteiligten noch einmal zusammenkommen.
Am neuen Kreisel und insbesondere an der Situation für Fußgänger hatte es nach dem Abschluss der Bauarbeiten Kritik gegeben. Schmidt: „Ich nehme diese Kritik sehr ernst und habe daher meine Straßenverkehrsbehörde gebeten, zusammen mit dem Polizeipräsidium Nordhessen nach Möglichkeiten zu suchen, die Situation zu entschärfen“.
Dabei solle auch berücksichtigt werden, dass durch den neuen Feuerwehrstützpunkt der Gemeinde Ahnatal und die Bike-Anlage am Freizeitzentrum in Zukunft noch mehr Querungsverkehr entsteht.
Die jeweiligen Vorschriften für einzelne Maßnahmen zur Verbesserung der Situation für die Fußgänger böten sicherlich noch Spielräume, um eine tragfähige Lösung zu finden. Ausschlaggebend sei am Ende allerdings das Votum der Polizei, so Schmidt weiter.
Landrat Schmidt ging in der Folge auf die verkehrliche Bedeutung der Kreisstraße 22 ein. Über den neuen Kreisel werden die westlichen Teile der Stadt Kassel, die Stadt Vellmar, die beiden Ahnataler Ortsteile und die Gemeinde Calden miteinander verbunden. Von besonderer Bedeutung sei die Landesstraße, die bereits 1797/1798 als Verbindungsweg zwischen den Schlössern Wilhelmshöhe und Wilhelmsthal angelegt wurde und auch heute noch einer der zentralen Zufahrten zum Schloss Wilhelmsthal ist. Für die Zukunft werde durch den weiteren Ausbau des Wohngebiets „Am Kammerberg“, die von der Gemeinde Ahnatal geplanten Gewerbeflächen und nicht zuletzt durch den Ausbau des Flughafens Kassel-Calden mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf der Landesstraße und den Kreisstraßen zu rechnen sein. „Der neue Kreisel ist für diese Anforderungen dimensioniert“, betont Schmidt.
Der neue Kreisel hat einen Außendurchmesser von 40 Metern. Die Breite der Fahrbahn beträgt 6,5 Meter. Die Gesamtkosten für die Umbaumaßnahme betrugen rund 370.000 Euro, von denen rund 226.000 Euro aus Zuschüssen des Landes und des Bundes abgedeckt werden. Die restlichen Kosten übernimmt der Landkreis. „Die Schlussabrechnung steht zwar noch aus, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir innerhalb des Kostenrahmens bleiben werden“, informiert der Landrat.
Ganz abgeschlossen ist die Baumaßnahme trotz Verkehrsfreigabe noch nicht: „Die Markierung wird noch vervollständigt und die von der Gemeinde Ahnatal zu unterhaltende Mittelinsel wird noch gestaltet“, berichtet Schmidt abschließend.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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