Pressemitteilung vom27. Oktober 2010
Gesundheitsamt der Region Kassel informiert über potentielle Risiken der Infektionskrankheit
Keine Gefahr für Hessens Bürger durch Choleraausbruch in Haiti

Region Kassel. Anlässlich des Choleraausbruches in Haiti herrscht auch in der Region Unsicherheit über die möglichen Risiken. Dies weiß die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Karin Müller, zu entschärfen. „In Deutschland ist die Cholera bis auf wenige eingeschleppte Einzelfälle pro Jahr kein Thema“, betont die Ärztin. Auch für Reisende aus Deutschland in tropische Länder bestehe normalerweise keine Gefahr. Zum einen, weil die Cholera relativ selten sei, zum anderen weil der gesunde, gut genährte Mitteleuropäer die Krankheit entweder gar nicht erst bekomme oder nicht schwer erkranke. Touristen müssen sich in aller Regel also nicht gegen die Cholera impfen lassen, stellt die Amtsleiterin fest. Anders sei dies bei Einsatzkräften, die zur Hilfeleistung in Kriegs- und Krisengebiete reisen. Diese sollten sich vor Reiseantritt impfen lassen. Aber auch hier verweist die Gesundheitsamtsleiterin auf die geringe Gefahr: Gegen die Cholera steht ein gut wirksamer Schluckimpfstoff bei Bedarf zur Verfügung.

In einem gut funktionierenden Gesundheitswesen ließe sich die Erkrankung außerdem gut behandeln, indem der Flüssigkeitsverlust und der Mineralhaushalt ausgeglichen werde. Da diese Möglichkeiten der Versorgung aber in der Regel in Kriegs- und Krisengebieten fehlen – wie aktuell in Haiti -  komme es dort häufig zu schweren Verläufen und Todesfällen. Da keine intakten Strukturen hinsichtlich der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung existieren bzw. diese zerstört wurden, kommt es zu einer Durchmischung an Trink- und Abwässern, so dass Darmkeime in das Trinkwasser gelangen und so auch der Erreger der Cholera. Die Cholera ist eine durch das Bakterium vibrio cholerae hervorgerufene Infektionskrankheit, die reiswasserartige Durchfälle, begleitet durch Flüssigkeitsverlust bis zu 20 Liter pro Tag und mehr verursachen kann.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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