Ottostadt Magdeburg.
Mit dem heutigen Tag schließt der IBA-Shop in der Magdeburgr Regierungsstraße seine Pforten. Die Internationale Bauausstellung (IBA) Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 ist damit Geschichte. „Der Stadtumbau aber geht weiter“, erklärte Magdeburgs OB Dr. Lutz Trümper heute zur Finissage. „Die Ideen und Projekte aus dem IBA-Prozess werden wir weiterhin als Erfahrungsschatz für unsere Stadtplanung nutzen.“
Der IBA-Prozess begann 2002 auf Initiative des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr. Zum ersten Mal befasste sich die IBA mit dem Phänomen der schrumpfenden Stadt und sammelte Ideen, wie Städte ihre Funktionalität und Attraktivität auch bei sinkenden Einwohnerzahlen sichern können.
2010 war das Präsentationsjahr der IBA-Ergebnisse. 19 IBA-Städte aus ganz Sachsen-Anhalt zeigten mit Ausstellungen, Aktionen und wissenschaftlichen Veranstaltungen, welche städtebaulichen Antworten sie in den vergangenen Jahren auf die demographische Entwicklung gefunden haben und wie sie ihre Städte so qualifizieren, dass sie lebenswert und gut gerüstet für die Zukunft sind. Die Landeshauptstadt Magdeburg beteiligte sich an der IBA mit dem Thema "Leben an und mit der Elbe".
„Mit der Wahl dieses IBA-Themas hat Magdeburg deutlich gemacht, wie wichtig der Fluss für die Stadt und ihre weitere Entwicklung ist“, erinnerte OB Trümper an den Entstehungsprozess des Magdeburger IBA-Beitrages. „Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Stadt und Fluss rückten in den letzten Jahren wieder zusammen, Brachflächen am Fluss wurden reaktiviert, neues Leben, Wohnen und Arbeiten entsteht am Fluss.“
Die augenscheinlichsten Veränderungen in den vergangenen Jahren an der Elbe sind die Entwicklung des Wissenschaftshafens mit der neuen Denkfabrik und dem Elbe-Office, die moderne Erweiterung der Lukasklause und die Entstehung eines neuen Stadtquartiers am ehemaligen Elbbahnhof mit dem neuen Stadtplatz und dem Elbbalkon, neue Brücken an und über die Elbe und eine expandierende gastronomische Szene am Elbufer. Während sich vor einigen Jahren selbst an schönen Wochenenden selten viele Menschen an den Flussufern aufhielten, zeigen heute die an schönen Tagen auf der Elbuferpromenade vom Wissenschaftshafen bis hinunter nach Buckau flanierenden Menschenmassen, dass die Magdeburger und ihre Besucher den Fluss wieder für sich entdeckt haben. Es ist wieder da, das Leben an und mit der Elbe...
„Und der Stadtumbauprozess geht weiter – auch an den Elbufern“, stellt Magdeburgs Stadtoberhaupt klar: „Im Norden verlängern wir gerade die Werner-Heisenberg-Straße, damit die beiden Reichseinheitsspeicher zu Wohnhochhäusern umgebaut werden können. Und auf dem Gelände des ehemaligen Elbbahnhofs werden sich noch einige Jahre die Kräne drehen, bis das gesamte Areal neu bebaut ist. Hier war die IBA die Initialzündung für interessante und städtebaulich attraktive Entwicklungen.“
Auch der IBA-Shop in der Regierungsstraße wird ein Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen zur Stadtentwicklung und Stadtgestaltung bleiben. Die beiden dort im Rahmen der IBA-Präsentation gezeigten Ausstellungen "IBA 2010 Magdeburg" und „Kulturlandschaft Elbe“ schließen mit dem heutigen Tag. Aber bereits am 30. November wird eine neue Ausstellung eröffnet: "Magdeburg – damals und heute" zeigt Bilder des Magdeburger Fotografen Werner Klapper.
Die Ausstellung zur „Kulturlandschaft Elbe“ wird als Wanderausstellung umgebaut. In dieser Form wird sie erstmals ab 18. Jan. 2011 in den Räumen der Stadtsparkasse am Alten Markt zu sehen sein.