02. November 2010.
Das Land will den Winterdienst auf den Radwegen an seinen Straßen in Zukunft einschränken. Das wurde dem Landkreis Leer mitgeteilt, der für die Schülerbeförderung zuständig ist. In dem Schreiben aus der Landesverwaltung heißt es, dass „aufgrund aktueller Entwicklungen der Straßenwinterdienst nicht länger wie bisher organisiert werden kann“. Im Klartext: Die Landesbehörden für Straßenbau bekommen weniger Geld und müssen Radwege hintenanstellen. Sie werden, wenn überhaupt, frühestens ab 7.30 Uhr geräumt, und dann steht auch nur ein Gerät für das gesamte Leeraner Kreisgebiet zur Verfügung.
Wie man bei einer solchen Vorgehensweise die Verkehrssicherheit auf den Radwegen an den Landesstraßen sicherstellen wolle, sei ihm schleierhaft, sagt Landrat Bernhard Bramlage. Und er frage sich, wie bei einer solchen Vorgehensweise in den frühen Morgenstunden sachgerecht darüber entschieden werde solle, ob beispielsweise bei extremer Wetterlage Schule stattfinden kann oder nicht: Schüler seien in vielen Fällen gerade auch auf die Radwege an Landesstraßen angewiesen.
Landrat Bramlage fordert das Land deshalb auf, seine Kürzungen sofort zu korrigieren und die Straßenbauverwaltung in die Lage zu versetzen, Radwege auch künftig rechtzeitig räumen zu können. Dabei hofft der Landrat auf die Unterstützung der örtlichen Landtagsabgeordneten.
Die Spar-Idee des Landes sei absurd und gehe zu Lasten der Verkehrssicherheit insbesondere der Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule, so Bramlage. Regelmäßig werde der Landkreis vom Land angehalten, weitere Einsparungsmöglichkeiten zu erschließen. Aber dieser Idee werde der Landkreis ganz sicher nicht nacheifern. Im Gegenteil: Rechtzeitig vor dem Winter habe man mit den Gemeinden über eine noch engere Abstimmung beim Winterdienst gesprochen, um beispielsweise möglichst früh über einen Schulausfall entscheiden zu können.
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