Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 10. November 2010

Ausbau des Furtlakengrabensystems beginnt 2011

Hochwassernachsorge in Ostelbien wird fortgesetzt

Ottostadt Magdeburg.

 

Der Ausbau des Furtlakengrabensystems kann 2011 beginnen. Die überarbeitete  Entwurfs- und Genehmigungsplanung liegt seit Ende Oktober 2010 vor. Details der Planungen wird Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung Holger Platz auf der Einwohnerversammlung des Oberbürgermeisters am 29. Nov. in der Aula der Grundschule Am Elbdamm vorstellen.

 

„Eigentlich sollte der Bau des neuen Grabensystems an der Furtlake schon in diesem Jahr beginnen“, räumt Holger Platz ein. „Allerdings haben wir nach einer Umweltverträglichkeitsstudie unsere Planungen noch einmal überarbeitet, um die im betroffenen Gebiet heimischen geschützten Tiere nicht zu gefährden.“ Die geänderten Planungen werden in Kürze im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auch öffentlich ausgelegt.

 
Das neue Grabensystem soll die Polder nördlich und südlich der B1 entlasten. Dort steigt der Grundwasserpegel bei Hochwasserständen der Elbe sehr stark an, was zum Vernässen der Flächen und zu Wassereinbrüchen in Wohngebäuden führen kann. Diese Vernässungen werden dem Grunde nach auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein. Jedoch soll über ein Grabensystem das Wasser in Richtung Umflutkanal abgeleitet werden, wenn das Elbhochwasser abgesunken ist. Am dortigen Steingrabensiel ist der Bau eines Schöpfwerkes vorgesehen, damit das Wasser auch bei geschlossenem Siel abgeführt werden kann.

 

Zusätzlich zum Ausbau des Grabensystems wird aus Mitteln des Konjunkturpaketes II im kommenden Jahr ein Deichweg vom Puppendorfer Weg/Gübser Weg zum Umflutkanal ausgebaut. „Der Ausbau der Deichzuwegungen ist nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 ein Schwerpunkt unseres operativen Hochwasserschutzes“, erklärt dazu Holger Platz. „Mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm können wir hier eine weitere Lücke schließen, so dass die Deiche im Stadtgebiet jetzt fast überall mit Technik erreichbar sind.“

 

 

 

 

Hintergrund

Nach den Hochwasserereignissen im Sommer 2002 und in den Folgejahren hat die Landeshauptstadt ein Konzept zur Hochwassernachsorge entwickelt.  Darin sind verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, die die Stadtteile östlich der Elbe entlasten sollen. Dort führen Hochwasser der Elbe zu einem stark ansteigenden Grundwasserpegel, der Schäden an Feldern und Gebäuden verursachen kann. Aufgrund der Gefällesituation und der Eindeichung kann das Wasser nur langsam abfließen.

 

Um hier Entlastung zu schaffen, wurde 2006 bis 2007 bereits das Gewässersystem in und um Pechau und Zipkeleben erweitert. Dort wurden Entwässerungsgräben ausgebaut oder neu angelegt und am Zipkeleber Gutsteich ein Siel errichtet.

 

Der Ausbau des Furtlakengrabensystems ist ein weiterer Teil der Maßnahmen zur Hochwassernachsorge. Als dritter Schwerpunkt soll zudem die hydraulische Durchgängigkeit der Alten Elbe im Bereich der Kreuzhorst verbessert werden.

 

Insgesamt investiert die Stadt rund 8 Mio. € in Maßnahmen zur Entwässerung der ostelbischen Stadtgebiete. Darüber hinaus wurden in den zurückliegenden Jahren – auch mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt – erhebliche Anstrengungen unternommen, um die durchgängige
Erreichbarkeit der Deiche mit Technik und Material sicherzustellen.

 

 




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
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