Landkreis Leer | Presseinformation

Landrat Bramlage: DGB-Position hilft Langzeitarbeitslosen nicht

15. Dezember 2010. Wer trotz stark gesunkener Fallzahlen und drastisch vom Bund gekürzter Mittel fordert, schlichtweg zu viel Personal im Zentrum für Arbeit (ZfA) zu beschäftigen, hilft sicher nicht den Langzeitarbeitslosen, die mit dem vorhandenen Geld gefördert werden sollen. Mit dieser Feststellung reagiert Landrat Bernhard Bramlage auf die Kritik des Vorsitzenden des DGB-Kreisverbands Leer, Günther E. Weers. Er hatte verlangt, dass der Landkreis Leer mit der Übernahme des ZfA vom befristeten Modellprojekt zur Daueraufgabe nicht nur 107 Mitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernimmt, sondern alle 123, die zunächst mit Zeitvertrag eingestellt worden waren.

Wie Bramlage dazu konkret ausführt, ist die Zahl der vom ZfA betreuten Bedarfsgemeinschaften im Jahresdurchschnitt von rund 8.000 im Jahr 2005 auf rund 5.600 im Jahr 2010 gesunken. Dadurch sei auch weniger Personal nötig. Hinzu komme, dass der Bund seine Zuweisungen für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen allein für das kommende Jahr gegenüber den bereits gekürzten Mitteln im Jahr 2010 um weitere rund 3,7 Millionen Euro reduziert habe.

Selbstverständlich sei es für Mitarbeiter bedauerlich, wenn sie nach dem Auslaufen ihrer Zeitverträge nicht in ein Dauerarbeitsverhältnis übernommen werden könnten. Darum habe die Kreisverwaltung unter den Betroffenen sehr sorgfältig nach Eignung und Befähigung ausgewählt und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen. Alles andere sei auch schlichtweg ungerecht.

„Wer aber unter Hinweis auf sozialdemokratische Ethik stur die Übernahme von zuviel Personal fordert und damit das Budget für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen schmälert, hilft ihnen nicht und nimmt deshalb eine äußerst fragwürdige Position ein“, schreibt Landrat Bramlage abschließend in einer Pressemitteilung.


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