Pressemitteilung vom22. Dezember 2010
Landrat fordert mehr Unterstützung für Elektromobilität

Region Kassel. Die Entscheidung der Volkswagen AG, die Motoren für ihre Elektroautos im VW Werk Baunatal zu bauen, ist auch für Landrat Uwe Schmidt eine „sehr gute Nachricht“. Allerdings verbindet der Kasseler Landrat mit dieser Bewertung die Aufforderung an die Bundesregierung, sich mehr für das Thema Elektromobilität zu engagieren. „Was nützt es, wenn wir Zukunftstechnologie in der Region produzieren, diese aber zu selten gekauft wird“, bemerkt Schmidt.

Wie die Bundesregierung ihr Ziel, dass bis zum Jahr 2020 eine Million E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sind, erreichen will, bleibe ohne entsprechende Förderung offen. Schmidt: „Zurzeit sind die E-Fahrzeuge im Vergleich zu konventionell betriebenen Autos noch zu teuer – und die Anschubfinanzierung in Deutschland am geringsten in Europa“. In Deutschland werde die Anschaffung eines E-Fahrzeuges mit gerade einmal 45 Euro weniger bei der Kraftfahrzeugsteuer belohnt. In Europa schwankten die Kaufanreize von 118 Euro Erlass bei der Kraftfahrzeugsteuer in Schweden bis zu 20.031 Euro weniger bei Umsatz- und Kraftfahrzeugsteuer in Dänemark. In Frankreich, Irland, den Niederlanden, Polen und Großbritannien liege die Anschubhilfe bei mindestens 5.600 Euro, in Spanien und Italien immerhin noch bei mindestens 1.400 Euro.

 

„Da aktuelle Umfragen ergeben haben, dass sich Autokäufer gegen ein E-Fahrzeug entscheiden, wenn es mehr als 3.000 Euro teurer ist als ein PKW mit Verbrennungsmotor, besteht hier dringender Handlungsbedarf, um mehr umweltfreundlichere Fahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen“, so der Landrat weiter.

 

Dass sich eine solche Förderung in diesem Fall auch positiv auf deutsche Fahrzeughersteller und im speziellen Fall auf die Region Nordhessen auswirkt, sei ein weiteres Argument für höhere Kaufanreize. „Bei der Abwrackprämie profitierten vor allem Kleinwagenhersteller aus Japan – jetzt besteht die Möglichkeit zielgenauer Wirtschaftsförderung und zukunftsweisende Umweltpolitik miteinander zu verbinden“, so Schmidt abschließend.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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