Kreis Unna - Presse und Kommunikation

14. Januar 2011

Selbsthilfegruppe in Unna geplant

Bulimie und Magersucht sind Thema

Kreis Unna. (PK) Auf Initiative einer betroffenen Frau ist die Neugründung einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Bulimie oder Magersucht im Gesundheitshaus des Kreises in Unna geplant.

 

Essstörungen fallen unter die Kategorie Sucht. Sie sind von anderen stoffgebundenen Süchten insofern aber zu unterscheiden, da auf das Suchtmittel Essen nicht verzichtet werden kann. Allen Erscheinungsformen einer Essstörung ist das zwanghafte Kreisen der Gedanken um die Frage des Essens gemeinsam. Betroffene können nicht abstinent werden, sondern müssen den eigenen Rhythmus zwischen Hunger und Essen herausfinden.

 

Die Ursachen dieser Erkrankung können unterschiedlich sein, so geht es zum Beispiel um einen Ersatz für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse. Bulimie und Magersucht sind Reaktionen auf unbefriedigte Lebensverhältnisse und drücken Ablehnung, Hilflosigkeit, Verweigerung oder einen stummen Protest aus. Zugleich sind diese Erkrankungen aber auch ein Zeichen für Resignation und Anpassung.

 

Problematisch wird es, wenn die Essstörung eine Eigendynamik bekommt und außer Kontrolle gerät. Die Selbsthilfegruppe bietet den gegenseitigen Austausch mit Gleichbetroffenen, mit dem Ziel zu lernen, mit dieser Sucht umzugehen, Strukturen aufzubauen, so dass diese den Alltag nicht mehr bestimmen kann.    

 

Betroffene können sich bei der Kontakt- und Informationsstelle des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus in Unna, Tel. 0 23 03 / 27-28 29 melden. Ansprechpartnerin ist Margret Voß, E-Mail margret.voss@kreis-unna.de. Alle Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt




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