Während der Pegelstand der Elbe in Magdeburg weiter sinkt und voraussichtlich am morgigen Mittwoch die 5-Meter-Marke unterschreitet, steigt der Grund- und Drängwasserstand rund um die Elbe und den Umflutkanal weiter an. In Magdeburg ist vor allem das ostelbische Stadtgebiet betroffen. Besonders angespannt ist die Situation derzeit in Friedensweiler und auf der Zufahrtsstraße nach Randau.
„Zur Entlastung der Situation auf der Straße nach Randau prüfen wir derzeit, ob eine Umleitungsstrecke in Frage kommt oder durch eine Aufschotterung das Niveau der Straße angehoben werden kann“, so der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz. „Spätestens morgen fällt in Abstimmung mit dem Ortsbürgermeister von Randau eine Entscheidung. Um die Grund- und Drängwassersituation im Polder nördlich von Friedensweiler zu verbessern, beginnt die Feuerwehr ab morgen in Höhe der Eisenbahnunterführung Breitscheidstraße mit Pumparbeiten. Dabei soll das Wasser aus dem Polder in die Umflut geleitet werden. Darüber hinaus habe ich den Landesbetrieb für Hochwasserschutz gebeten, kurzfristig zu prüfen, ob ein Abpumpen in Höhe des Steingrabensiels technisch möglich ist. Wir müssen in jedem Fall alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.“
Fortgesetzt werden auch die Pumparbeiten am so genannten Flughafensiel nahe der Berliner Chaussee, an der Furtlake und in der Randauer Müllerbreite. Das Pretziener Wehr wird voraussichtlich am kommenden Wochenende geschlossen. Frühestens drei bis vier Tage später können zur Entlastung der Polder die Siele am Umflutkanal geöffnet werden.
Wegen des Drängwassers bleibt das Bürgertelefon unter der Rufnummer 5 40 77 77 weiter geschaltet. Heute gab es dort bislang vier Anrufe, am gestrigen Montag waren es zehn.
Wegen der Drängwasserproblematik beraten derzeit täglich Experten von Stadtverwaltung, Landesbetrieb für Hochwasserschutz, SWM und Ehle-/Ihle-Verband in einer Koordinierungsgruppe.