Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 23. Februar 2011

Erster MOBI-KiG–Projekttag beim Oberbürgermeister

Modellprojekt zur Berufsorientierung für Kinder im Grundschulalter

Ottostadt Magdeburg.

 

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute eine Gruppe von Kindern der Grundschule „Am Brückfeld“, die im Rahmen des Modell­projektes zur Berufsorientierung für Kinder im Grundschulalter (MOBI-KiG) die Stadtverwaltung erkundeten. Im Rahmen eines ersten Projekttages in der Magdeburger Stadtverwaltung stellte sich das Stadtoberhaupt den Fragen der Schülerinnen und Schüler.

 

„Ich freue mich immer über engagierte Kinder und Jugendliche, die mit neugierigen Fragen ihr eigenes Umfeld, ihre Stadt und Zukunftsperspektiven erkunden“, betonte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Nur wenn wir unseren Nachwuchs schon im Kindesalter zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben motivieren, werden sie sich zu selbstbewussten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern entwickeln.“

 

Aufgrund der demografischen Entwicklung zeichnet sich ein in der Zukunft immer härter werdender Wettbewerb um gut qualifizierte Schulabgänger ab. Um dabei bestehen zu können, müssen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen bereits frühzeitig aktiv um die Gewinnung ihres möglichen Nachwuchses kümmern. „Dieser Kampf um die besten Schulabgänger und damit um die motiviertesten Auszubildenden und späteren Arbeitnehmer betrifft auch die Stadtverwaltung“ sagte Dr. Trümper im Rahmen der Fragestunde.  

 

Das Projekt MOBI-KiG ist ein neuartiges Modell der Kooperation von Schule und Wirtschaft, das dieses Thema aufgreift und dabei bereits viel früher ansetzt als bisher übliche Projekt und Modelle. Im Zentrum des Projektes stehen die wissenschaftliche Erprobung und Testung der Methodik und Vorgehensweise der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen zur frühzeitigen Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter.

 

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Schullaufbahn werden bereits in der Grundschule gelegt. Die Bereitschaft zum Lernen ist in diesem Alter eine natürliche kindliche Reaktion. Eine gezielte Förderung von Interessen und Neigungen und ein frühzeitiges, praxisnahes Informieren zu Berufsbildern in Verbindung mit den dazugehörigen Anforderungen können dabei positiv auf eine schulische Entwicklung wirken. Die praktischen Erlebnisse, bei denen alle Sinne einbezogen werden, prägen dabei die Kinder und fördern das Lernen.

 

Das neue Kooperationsmodell in der Grundschule steht dabei nicht für sich allein, sondern wird mit den nachfolgenden Schulformen (Sekundarstufe I) verbunden. Die Umsetzung erfolgt in Trägerschaft des isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH, in Kooperation mit der Grundschule „Am Brückfeld“ in Magdeburg und der Uta-Schule in Naumburg sowie ausgewählten Unternehmen aus beiden Regionen.

 

 

Hintergrund

Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der beteiligten Grundschulen (derzeit: Grundschule „Am Brückfeld“ in Magdeburg, Uta-Grundschule in Naumburg) sollen schon frühzeitig Kontakte zu Unternehmen der Region bekommen und ihrem Alter entsprechend deren Arbeitswelt kennen lernen. Hierbei soll die Botschaft vermittelt werden: „Das gibt es alles bei uns. Das kannst du werden. Du wirst gebraucht.“

 

Konkret geht es um:

  1. die Motivation und Förderung von Schülern der Grundschule durch erste Einblicke in die  Arbeits- und Berufswelt der Unternehmen.
  2. Hilfen für die Schüler (schulische und außerschulische), ihre Talente, bezogen auf zukünftige Tätigkeiten am Arbeitsmarkt zu erkennen und zu entwickeln.
  3. die Fortsetzung der in der Grundschule begonnenen Förderung in einer kooperierenden weiterführenden Schule (Sekundarstufe I)

 

Im Rahmen der Umsetzung des Projektes werden sogenannte AIDA–Tage in regionalen Unternehmen durchgeführt (AIDA = Anschauen, Interessieren, Dabei sein, Ausprobieren). Über diese schulischen Projekttage sollen die Schüler auf spielerische Art und Weise an verschiedenste Berufsbilder herangeführt werden.

 

Dabei gibt es 2 Projektphasen:

In der ersten Phase stellen sich die Unternehmen in den Schulen vor. Anhand von kleinen Projektaufgaben erfolgt ein aktives Ausprobieren unter Anleitung von Mitarbeitern und Azubi`s der Unternehmen. In der zweiten Phase besuchen die Kinder ausgewählte Unternehmen, in denen Projekttage stattfinden. Vor Ort wird der Tag durch das Unternehmen gestaltet (Betriebsbesichtigung, umsetzen kleiner Projektaufgaben usw.).

 

Dieses Vorgehen soll die Interessen und Neigungen für künftige berufliche Tätigkeiten entwickeln, die Lernmotivation verbessern und langfristig ein bewusstes Berufswahlverhalten ausprägen.

 

Derzeit beteiligen sich bereits über 20 Magdeburger Unternehmen an diesem Projekt. Die Spanne der Unternehmen erstreckt sich dabei vom Wirtschaftsdezernat, Stadtgärtnerei und Theater über Pfeiffersche Stiftungen, Maritim Hotel, Polizeidirektion, Volksstimme und MDR-Landesfunkhaus bis hin zu kleinen Unternehmen (u.a. Apotheke, Augenoptiker, Autohaus, Frisör, Einzelhandel, Metallbranche, Elektrobetrieb, Steinmetz etc.).

 

 

 

Für weitere Fragen steht der Projektträger, das isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gGmbH in Magdeburg zur Verfügung. (Ansprechpartner: Sylvia Lietz, Telefon 0391-5314307, E-Mail lietz@isw-institut.de). Das Projekt wird gefördert durch die Globus–Stiftung.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
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