Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 23. Februar 2011

Spenden für weitere Stolpersteine benötigt

Verlegung von Erinnerungsmalen in Magdeburg

Ottostadt Magdeburg.

Am 15. und 16. März werden im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburgs 25 neue Stolpersteine verlegen, die an jüdische Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die Steine werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Für die Fortsetzung der Aktion werden weitere Spenden benötigt.

 

Bereits zum zwölften Mal werden am 15. und 16. März in Magdeburg Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Das älteste Opfer, an das dabei erinnert wird, ist Samuel Friedmann, der in Theresienstadt im Alter von 80 Jahren noch 1945 zu Tode kam, das jüngste ist seine Enkelin Lia Lea, die erst 1930 geboren worden war. Die Stolpersteine werden in der Alten Neustadt, in Stadtfeld, mehrheitlich aber in der Altstadt verlegt.

 

Mit der Verlegung weiterer Stolpersteine steigt die Gesamtzahl dieser Erinnerungsmale im Stadtgebiet auf nunmehr 235. In die Messingoberfläche sind die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert. Seit 1997 setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemalige Wohnhäuser und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus.

 

Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden. "Die Bereitschaft, mit Spenden die Patenschaft für die Stolpersteine zu übernehmen, verdient Dank und Anerkennung. Je mehr Menschen dieses Projekt mit einer Spende unterstützen, umso mehr Steine können weiterhin verlegt werden", wirbt Dr. Lutz Trümper gleichzeitig auch für die künftige Unterstützung in der Bürgerschaft.

 

Ein Stein kostet 95,- Euro. Hinzu kommen 25 Euro für die Dokumentation in einem "Magdeburger Gedenkbuch", das möglichst viele Angaben über Leben und Schicksal der ermordeten Menschen aufnimmt. Das Buch wird zusammengetragen von Vereinen, Initiativen, Schulklassen und Einzelpersonen und widmet sich der Spurensuche nach dem Lebensweg der Ermordeten. Die einzelnen Gedenkblätter werden von dem Magdeburger Designer Ernst Fiedler gestaltet. Aufbewahrt wird das Buch im Eike-von-Repgow-Saal des Alten Rathauses.

 

Weitere Spenden für künftige Verlegungsaktionen von Stolpersteinen – auch kleine Beiträge - können auf das Konto 140 00 101 bei der Stadtsparkasse Magdeburg (BLZ: 81053272) überwiesen bzw. eingezahlt werden. Als Verwendungszweck muss dabei unbedingt  „37994311/Stolpersteine“ angegeben werden.

 

Für Fragen und weitere Informationen zu den Stolpersteinen stehen die Mitarbeiter des Kulturbüros der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 5 40 21 34 bzw. E-Mail nancy.fock@kb.magdeburg.de zur Verfügung.

 

Unter www.magdeburg.de/media/custom/698_9280_1.PDF finden Interessenten darüber hinaus einen regelmäßig aktualisierten Stadtplan mit den Verlegeorten der Stolpersteine.

 

 

Hintergrundinformationen

Der Magdeburger Stadtrat hat 2005 beschlossen, sich der Möglichkeit des Erinnerns und Gedenkens durch so genannte Stolpersteine vor Hauseingängen und auf Gehwegen anzuschließen, von denen es mehr als 10.000 in über 190 Städten und Gemeinden Deutschlands gibt.

 

Eine Arbeitsgruppe, der neben der Stadtverwaltung und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auch die Vereine "Miteinander e.V." und "Förderverein Neue Synagoge Magdeburg e.V." sowie das Ökumenische Domgymnasium angehören, haben Informationen über die Personen zusammengetragen, denen die neuen Stolpersteine gewidmet sind.

 

Weitere Informationen über die Stolpersteine in der Landeshauptstadt Magdeburg sind im Internet unter www.magdeburg.de zu finden.

 




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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