Zusammen mit Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper heute den sanierten Schulkomplex in der Friedhofstraße offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Grundschule „Salbke“ gehört mit vier weiteren Schulen zum dritten PPP-Paket, das ein Investitionsvolumen von rund 24,5 Millionen Euro hat.
„Auch diese Grundschule kann ihren Schülern und Lehrern nun moderne Unterrichtsbedingungen bieten“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Firmen und Unternehmen sowie der PPP-Projektgesellschaft, die die Aufnahme des Schulbetriebes pünktlich zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres sichergestellt hat.“
Zu den im Herbst 2009 begonnenen Baumaßnahmen gehören die denkmalgerechte und behindertengerechte Sanierung des Schulgebäudes, inklusive der Einrichtung einer Aula und eines Speiseraumes, der Einbau eines Aufzuges, die Komplettsanierung der Sporthalle, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie der Neubau der Sportaußenanlagen mit Kleinspielfeld, Laufbahn und Sprunggrube. Außerdem erfolgte der Umbau des ehemaligen Toilettenhauses auf dem Schulhof zu einer Pausenhofüberdachung mit Nebenfunktionen.
Die Grundschule „Salbke“ gehört zum dritten von insgesamt vier PPP-Paketen zur Sanierung von Schulen in Magdeburg. Weitere Gebäude dieses Paketes sind die Sekundarschule „August Wilhelm Francke“ und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in der Apollostraße 15-19 sowie die Grundschule „Buckau“ und die Sekundarschule „Heinrich Heine“ in der Karl-Schmidt-Straße 24/25. In allen Schulen wurde der Unterricht pünktlich nach den Winterferien wieder aufgenommen.
Nach einer europaweiten Ausschreibung hat sich ein regional ansässiges mittelständisches Bieterkonsortium unter der Federführung von Industriebau Wernigerode als Investor durchgesetzt. Die Projektgesellschaft setzt sich zusammen aus der Industriebau Wernigerode GmbH, der W. Wallbrecht GmbH und Co. KG und der MBN Montage-Bau GmbH Magdeburg.
Die Stadt bleibt Eigentümer der Gebäude und der Liegenschaften und zahlt dem Betreiber ein monatliches Entgelt für seine Betreiberaufwendungen. Das Investitionsvolumen für das dritte PPP-Paket beträgt rund 24,5 Mio. Euro, einschließlich der Zwischenfinanzierungskosten. Vertraglich vereinbart wurde eine Laufzeit von 30 Jahren zur Refinanzierung der Investitionen. Die Zahlungsverpflichtung für die Landeshauptstadt begann mit Fertigstellung und Abnahme der betriebsbereiten Schulen.
Für den Betrieb der Schulanlagen wurde eine Dauer von 20 Jahren vereinbart. Für diesen Zeitraum sind die künftigen Betreiber auch für die regelmäßige Instandhaltung und Instandsetzung der Schulen verantwortlich.
Konkrete, standortbezogene und mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung abgestimmte Nutzerprofile stellen sicher, dass die Schulen auch künftig von Vereinen und Dritten genutzt werden können. Dies gilt insbesondere für die Sportstätten.
Hintergrundinformationen zum PPP-Programm
Insgesamt 20 Schulanlagen saniert die Landeshauptstadt im Rahmen einer Public-Private-Partnership, um den Sanierungsstau an Schulen zügig abzubauen. Mit der mittelfristigen Schulentwicklungsplanung hatte die Stadtverwaltung zunächst festgelegt, welche Schulen langfristig Bestand haben und auch entschieden, welche Gebäude weiterhin genutzt werden sollen.
Die insgesamt 20 kommunalen Schulanlagen, die Aufnahme in das PPP-Programm gefunden haben, sind auf vier Pakete verteilt, die vom Stadtrat beschlossen wurden. Für jedes Paket wurde durch europaweite Ausschreibung ein Auftragnehmer gesucht.
Zum ersten Paket gehören die IGS "Regine Hildebrandt", das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Grundschulen "Friedenshöhe" und "Weitlingstraße" und die Berufsbildenden Schulen "Otto von Guericke" (Haus A). Alle Schulen wurden im Sommer 2009 an die Nutzer übergeben.
Im zweiten PPP-Paket sind die Grundschulen "Alt Olvenstedt", "Annastraße", "Bertolt-Brecht-Straße" (am Standort Leipziger Straße 46), die Grundschule "Am Nordpark"/Förderschule Makarenko sowie die Grundschule "Elbdamm"/Sekundarschule "Thomas Mann" (am Standort Cracauer Straße) enthalten. Alle Schulen können seit dem vergangenen Jahr wieder genutzt werden.
Zum dritten PPP-Paket gehören die Grundschulen "Buckau" und "Salbke", die Sekundarschulen "Heinrich Heine" und "August Wilhelm Francke" sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium.
Mit dem vierten PPP-Paket werden die Grundschulen "Am Hopfengarten", "Am Umfassungsweg“ und "Nordwest", die Förderschule "Hugo Kükelhaus" und die Integrierte Gesamtschule "Willy Brandt"/ Grundschule “Am Westring“ saniert. Die Sanierungen der Schulen des vierten Paketes enden in den Winterferien 2012.