Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 03. März 2011

Magdeburg Buckau ist Leitprojekt einer Bundesinitiative zur Stadtentwicklung

Neue Wege zur Zusammenarbeit im Quartier

Ottostadt Magdeburg.

 

In Magdeburg trafen sich heute Politiker, Stadtplanungsexperten und kommunale Akteure aus ganz Deutschland zum Auftakt der Bundesinitiative „Kooperation konkret“. Neben Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper waren zu diesem Anlass auch Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Dr. Karl-Heinz Daehre, Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt, ins Magdeburger Gesellschaftshaus gekommen. Auf der Tagesordnung standen Referate und Debatten über eine nachhaltige Quartiersentwicklung und das dafür notwendige Zusammenspiel von Mitteln und Netzwerken.

 

Das Magdeburger Projekt „Kunst- und Kulturstandort Buckau“ wurde neben Konzepten aus Leipzig, Fürth, Altena und Eberswalde zu einem Leitprojekt der Initiative „Kooperation konkret“ gewählt. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zeigte sich darüber hocherfreut: „Unser Plan, Buckau langfristig nicht nur als attraktiven Wohn-, sondern auch als Kulturstandort zu etablieren, bedarf gezielter Konzepte und eines überlegten Einsatzes von Fördermitteln. Mit ‚Kooperation konkret’ bekommen wir nun die Chance, die Potentiale des Stadtteils noch besser auszuschöpfen und bereits vorhandene Netzwerke weiter zu stärken.“

 

Staatssekretär Rainer Bomba überreichte OB Trümper bei der heutigen Veranstaltung einen Scheck über 800.000 Euro. Das Geld soll etwa zur Hälfte in das Projekt „Kooperation konkret“ fließen. Mit der anderen Hälfte wird der Neubau der Sporthalle Buckau teilfinanziert. „Das zeigt uns, dass die deutschen Kommunen vom Bund in ihrem Streben nach einer nachhaltigen Quartiersentwicklung auch in finanziell schwierigen Zeiten nicht allein gelassen werden“, bedankt sich das Stadtoberhaupt.

 

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Initiator von „Kooperation konkret“ erhofft sich von der Initiative vor allem Impulse für eine effizientere Bündelung von Finanzmitteln und Kompetenzen. Ein weiteres Ziel ist die bessere Zusammenarbeit in förderbedürftigen Quartieren. Von den Leitprojekten der fünf ausgewählten Städte soll dabei auch eine Vorbildwirkung ausgehen. Im Mittelpunkt der Magdeburger Projektidee steht der Ausbau des Kunst- und Kulturstandortes Buckau.

 

Hintergrund

Der Magdeburger Stadtteil Buckau ist seit der Wende das größte Sanierungsprojekt der Landeshauptstadt und des Landes Sachsen-Anhalt. Zweistellige Millionensummen an Fördermitteln sind seit 1991 in die Modernisierung und den Umbau des Viertels geflossen. Darunter waren z. B. Gelder aus dem Programm Stadtumbau Ost und dem Europäischen Strukturfonds.

 

Mit einem sinkenden Wohnungsleerstand, jüngeren Einwohnern und der städtebaulichen Öffnung zur Elbe hin ist der Stadtteil in den letzten Jahren deutlich aufgeblüht. Neben kulturellen Einrichtungen wie dem Puppentheater, dem Volksbad und den Gruson Gewächshäusern profitiert Buckau auch von etlichen privaten Initiativen. Künstler, Hauseigentümer, Vereine und Anwohner arbeiten Hand in Hand mit der Landeshauptstadt an der Entwicklung Buckaus zu einem attraktiven Wohnquartier mit vielseitigen kulturellen Angeboten.

 

Mit dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) fördert das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung innovative Planungen und Maßnahmen zu städtebaulichen und wohnungspolitischen Themen. Davon erwartet der Bund vor allem Hinweise für die Anpassung der Gesetzgebungen und der Förderpolitik an neue Erfordernisse des Wohnungs- und Städtebaus. Außerdem geht es darum, innovative Ideen und beispielhafte Vorhaben an die Öffentlichkeit zu tragen, so dass Stadtplaner, Architekten, Behörden und andere Akteure geeignete Kooperationsformen, Finanzierungsansätze und Analyseverfahren kennen lernen.

 

Kooperation konkret, das neue Forschungsfeld im Rahmen des ExWoSt-Programmes reagiert darauf, dass ein gebündelter Einsatz von Fördermitteln, integrierte Handlungskonzepte und effiziente Kooperationsformen bislang vor Ort unterschiedlich erfolgreich bewerkstelligt wurden. Vor diesem Hintergrund soll anhand der fünf ausgewählten Leitprojekte gezeigt werden, wie eine positive Quartiers-/Stadtentwicklung effizient gefördert werden kann. Dies gilt vor allem für die Förderprogramme des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, insbesondere die Städtebauförderung, die Wohnungsbauförderung und die Förderung verkehrlicher Maßnahmen. Gleichzeitig soll das Forschungsfeld auch Hilfe zur Selbsthilfe geben, indem z. B. Ansätze zur Aktivierung privatwirtschaftlichen Kapitals oder alternative Finanzierungsinstrumente erschlossen werden.

 




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Stadt Magdeburg
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