Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 09. März 2011

Britischer Botschafter trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein

Beigeordneter Hans-Werner Brüning empfing Simon McDonald

Der Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Hans-Werner Brüning empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland S.E. Simon McDonald. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

S.E. Simon McDonald weilt derzeit zu seinem Antrittsbesuch in Magdeburg. Er ist bereits der vierte britische Botschafter, der sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Am 12. Dezember 1990 unterzeichnete S.E. Sir Christopher Mallaby als Botschafter für das Vereinigte Königreich Großbritannien. Im Juni 2003 trug sich S.E. Sir Peter James Torry, im November 2007 S.E. Sir Michael Anthony Arthur als  Botschafter des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland in das Goldene Buch ein.

Simon Gerard McDonald wurde 1961 geboren. 1982 trat er in das Ministerium für Auswärtige und Commonwealth-Angelegenheiten ein und war als Referent für Benelux-Länder im Außenministerium in London tätig. Von 1988 bis 1990 machte er als Zweiter Botschaftssekretär in Bonn bereits Erfahrungen mit der Arbeit in Deutschland. Von 1990 bis 1998 arbeitete Simon McDonald als Redenschreiber des Außenministers, Persönlicher Referent des Ständigen Staatssekretärs und als Erster Botschaftssekretär (Innenpolitik) in London und Washington.

Zwischen 2003 und 2006 war er bereits als Botschafter in Israel tätig. Vor Antritt seiner Tätigkeit als Botschafter in Deutschland übte Simon McDonald das Amt des Außenpolitischen Beraters des Premierministers aus und wurde als Leiter der Außen- und Sicherheitspolitik im Kabinettsamt des Premierministers eingesetzt. Der Diplomat beherrscht die Sprachen Englisch und Arabisch. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Die Kontakte zwischen Magdeburg und dem Vereinigten Königreich sind vielseitig. So verbindet sie historisch etwa Königin Editha, die ihre englische Heimat verließ, um die Frau Otto I. zu werden und in Magdeburg zu leben. An den Untersuchungen ihrer sterblichen Überreste, die 2008 im Magdeburger Dom aufgefunden wurden, waren auch Labore im Vereinigten Königreich beteiligt, ebenso an der feierlichen Wiederbeilegung im Jahr 2010.

Auch im Bereich Bildung hat die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt enge Kontakte mit dem Vereinigten Königreich. Derzeit pflegt die Otto-von-Guericke-Universität Kooperations- bzw. Austauschvereinbarungen mit neun Hochschulen Großbritanniens, 25 Studenten der Magdeburger Universität studieren im laufenden Semester an den britischen Partnerhochschulen. Die Hochschule Magdeburg-Stendal unterhält Partnerschaften mit fünf Akademien des Vereinigten Königreiches und steht mit weiteren in Kooperation.
 
Magdeburg erfreut sich bei Besuchern aus dem Vereinigten Königreich außerdem einer steigenden Beliebtheit. So betrug die Zahl der Übernachtungen im Jahr 2009 insgesamt 4.309. Das sind rund 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind vertrauensvoll. Wirtschaftlich ist Deutschland für das Vereinigte Königreich außerdem der wichtigste Handelspartner.


Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Die erste Eintragung in das Buch erfolgte durch Mitglieder des Magistrats am 10. Mai 1931.

Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die Magdeburg besuchen oder sich in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht haben.

Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige und derzeitige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.

Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Dr. Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Dr. Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Dr. Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Prof. Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Prof. Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.

In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich und Sven Ottke und der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Dr. Theo Zwanziger geehrt.

Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger Prof. Dr. András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger, etwa der Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Siegfried Brosza und Dr. Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.




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