Kreis Unna - Presse und Kommunikation

31. März 2011

Kreis Unna beteiligt sich an Landesprogramm ILJA

Kreistag gibt Zustimmung

Kreis Unna. (PK) Der Kreis Unna beteiligt sich am Landesprogramm ILJA – Integration lernbehinderter Jugendlicher in Ausbildung. Der Kreistag beauftragte den Landrat am 29. März einen entsprechenden Zuwendungsantrag zu stellen. Das vom Land NRW aufgelegte Konzept dient der Förderung lernbehinderter Jugendlicher und soll ihnen gezielt beim Berufseinstieg helfen.

 

Das Förderkonzept sieht vor, die Angebote der verschiedenen Beteiligten im Schulsystem aufeinander abzustimmen, um allen Schülerinnen und Schülern des Förderschwerpunktes Lernen eine individuelle Förderung zur Erlangung der Ausbildungsreife und geeignete Anschlussperspektiven zu ermöglichen. Derzeit werden in den Klassen 8 bis 10 der Förderschulen im Kreis knapp 500 Schülerinnen und Schüler beschult. Zum letzten Schuljahresende 2009/10 gab es fast 170 Schulabgänger.

 

Im Rahmen des Konzeptes soll der Übergang zwischen Schule, Berufsvorbereitung und Berufsausübung organisiert werden. Auf Wunsch können Jugendliche zum Ende ihrer Schulzeit auch durch ehrenamtliche Lotsen begleitet werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes und der Ausbildungsreife der Jugendlichen werden ausreichende flankierende Hilfen und Angebote zur Berufsvorbereitung sowie zur Ausbildung der Jugendlichen in geeigneten Ausbildungsberufen zur Verfügung gestellt.

 

Das Land NRW unterstützt das Projekt mit einer 80-prozentigen Förderung von maximal 50.000 Euro pro Jahr. Für den Kreis Unna verbleibt nach den jetzigen Planungen ein Eigenanteil von ca. 30.000 Euro jährlich. Im Rahmen des Projektes ist die Einrichtung einer halben Stelle für 2 Jahre erforderlich. Die Personalkosten sind im Rahmen der Gesamtförderung abgedeckt.

 

„Selbst in Zeiten höchster Sparbemühungen gelingt es uns fraktionsübergreifend Schulpolitik zu betreiben und uns nicht nur an diesem Landesprojekt zu beteiligen, sondern von Seiten des Kreises auch einen Eigenanteil dazu zu leisten“, freute sich Schulausschussvorsitzender Martin Wiggermann (SPD) über die geschlossene Zustimmung des Kreistages zu der Beteiligung am ILJA-Programm.

 

Bei Vorliegen des Förderbescheides kann der Start des Programms Mitte des Jahres 2011 erfolgen. Die Arbeit mit den Schulen könnte dann mit Beginn des neuen Schuljahres 2011/12 aufgenommen werden. Die Finanzzusage des Landes soll für eine 2-jährige Erprobungsphase erfolgen.

 

Neben dem Kreis Unna nehmen an dem Programm die kreisfreien Städte Dortmund, Düsseldorf, Essen, Mülheim und Münster und die Kreise Herford, Soest und Warendorf teil.




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