Am kommenden Donnerstag, dem 7. April, um 18.30 Uhr lädt das Stadtplanungsamt die Magdeburger ein, sich über den Stand der Planungen für den Wissenschaftshafen zu informieren. Besucher können sich gleich an Ort und Stelle ein Bild von der städtebaulichen Kulisse machen. Die Veranstaltung findet direkt im Wissenschaftshafen in der Niels-Bohr-Straße 47 statt.
Vorgestellt wird mit dem „Masterplan Wissenschaftshafen“ eine Richtschnur für die weitere Entwicklung des Areals zu einem urbanen Zentrum von Wirtschaft, Wissenschaft und städtischem Leben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der besseren städteräumlichen Verbindung der neu angesiedelten Institute und Unternehmen mit dem Universitätsgelände. Ein Thema ist auch der mit dem Wissenschaftshafen eng verbundene Bebauungsplan „Elbe-Hafen-Silo“. Gemeint sind die einstigen „Reichseinheitsspeicher“ zwischen dem Sarajevo-Ufer und der Werner-Heisenberg-Straße. Künftig sollen die denkmalgeschützten Bauten als moderne Wohngebäude das Areal weiter beleben.
Rede und Antwort stehen am Donnerstag der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Dr. Dieter Scheidemann, Vertreter der beauftragten Planungsbüros SMAQ und HL Landschaftsplaner sowie die Investoren des Umbaus der „Reichseinheitsspeicher“.
Mit der Informationsveranstaltung möchte die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit frühzeitig in die Planungsprozesse einbinden. Interessierte Bürger erhalten so die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen. Denn das Quartier rund um den Wissenschaftshafen soll in Zukunft nicht nur ein Ort für Spitzenforschung und akademischen Austausch sein, sondern auch ein attraktiver städtischer Raum mit viel Platz zum Wohnen, Arbeiten und Erholen.
Hintergrund
Die Stadtverwaltung hatte im März 2009 einen internationalen Architektenwettbewerb initiiert. Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer war es, einen städtebaulichen und freiraumplanerischen Strukturplan für die weitere Entwicklung des Wissenschaftshafens zu entwerfen und einen Vorschlag zur Gestaltung des Eingangsbereiches zu unterbreiten. Wichtigstes Kriterium: Das Konzept sollte eine besondere Verbindung zum Wissenschaftsquartier und dem angrenzenden Campus der Otto-von-Guericke-Universität schaffen. Als Wettbewerbssieger wurde einstimmig der Entwurf von SMAQ Architekten/HL-Landschaftsarchitekten aus Berlin ausgewählt. Die Berliner Architekturbüros überzeugten durch die konsequente Weiterentwicklung des Wissenschaftshafens, eine spannungsvolle Gestaltung des Stadtraumes, ein breites Angebot vielfältiger Nutzungen und einen sorgfältigen Umgang mit den Bestandsgebäuden.