Ottostadt Magdeburg.
Am sogenannten International Noise Awareness Day wird weltweit auf die Gefahren einer ständigen Lärmbelastung hingewiesen, wie sie heute oft schon als normal empfunden wird. Zum ersten Mal beteiligt sich am 27. April auch die Ottostadt Magdeburg an der Aktion und ist damit eine von Hunderten Städten in 34 Ländern.
Zusammen mit der Deutschen Tinnitus-Liga, der weltgrößten Selbsthilfeorganisation, und der Firma Ohropax messen Mitarbeiter der Stadt zwischen 14 und 15 Uhr die Lärmwerte am Alten Markt. Damit sollen Passanten über eine der stärksten Umweltbeeinträchtigungen informiert werden: den Straßenlärm.
Denn neue Untersuchungen belegen, dass trotz aller Gegenmaßnahmen, die seit Jahren ergriffen werden, die Auswirkungen des Lärms verheerend bleiben:
Lärm beeinträchtigt das Herzkreislaufsystem;
- Lärm stört den Schlaf;
- Leistungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen können zurückgehen;
- Lärm mindert die Lebensqualität;
- Lärm kann Tinnitus auslösen.
Wichtigstes Ziel dieser Aktion ist es, auf diese Probleme aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören zu stärken.
Bereits zum 14. Mal findet 2011 der internationale Tag gegen Lärm statt. In diesem Jahr lautet das Motto „Lärm trennt“. Damit sind vor allem die gesellschaftlichen Konfliktlinien und Abgrenzungen gemeint, die im Zusammenhang mit Lärmbelastung entstehen können. Themenschwerpunkte am 14. Tag gegen Lärm sind darum: Wohnen und Leben in unterschiedlichen sozial-akustischen Umwelten, Schallimmissionen und -quellen sowie Kosten von guten bzw. ruhigen Wohn(an)lagen. Auch der Straßenverkehr steht im Fokus; die Frage nach Erfolgen von Aktionsplänen wird gestellt. Hörgewohnheiten bezogen auf Musik, Verminderung der Hörfähigkeit und soziale Chancen sind weitere Themen.