Kassel/Niestetal/Kaufungen/Lohfelden/Fuldatal/Nieste/Helsa/Söhrewald. Ein weiterer Baustein der Sanierung und Erweiterung der Herderschule, des Oberstufengymnasiums des Landkreises Kassel für den Ostteil des Kreises Kassel und den Osten der Stadt Kassel, ist fertig. „Mit der neuen Mensa hat sich die Aufenthaltsqualität für Schüler und Lehrer erheblich verbessert“, stellt Landrat Uwe Schmidt bei einem Besuch in der Herderschule fest. Der Landkreis könne durch die Investitionen der letzten vier Jahre an allen größeren Schulstandorten eine Mensa anbieten: „Das ist sowohl für Ganztagsschulangebote wie auch für Grund- und Förderschulen ein Qualitätssprung für das Schulleben“, so Schmidt weiter. Schulische Flächen außerhalb der klassischen Unterrichtsräume gewinnen immer mehr an Bedeutung. „Moderne pädagogische Konzepte erfordern eine offene Art Schule zu denken und baulich auszustatten – wir haben zusammen mit den Kollegien durch unseren Fachbereich Schulen und Bauwesen hier in den letzten Jahren einen mehr als vorzeigbaren Standard geschaffen“, betont der Landrat.
Auch die Herderschule profitiert nun von der Mensaprogramm des Landkreises. Bisher gab es im Oberstufengymnasium nur eine Cafeteria, die sich ihren Raum mit dem Aulabereich teilen musste. „Die neue Mensa ist ausgelegt für 88 Plätze, bei versetzten Pausen ist eine Doppelauslastung möglich“, berichtet Dipl.-Ing. Iris Zimmermann, die bei der Landkreisverwaltung die Baumaßnahmen an der Herderschule betreut. Wie in anderen Schulmensen auch, wurden Kühlzellen eingebaut, in denen die von einer Cateringfirma angelieferten Speisen aufbewahrt werden können. Für die Essensausgabe werden die Gerichte dann erwärmt. Zimmermann: „Auch auf die Gesundheit wird geachtet – deshalb gibt es auch ein Salatbüfett“. Die Kosten für die Kücheneinrichtung belaufen sich auf rund 88.000 Euro und werden vom Landkreis übernommen.
Bereits im März wurde das neue Lernhaus der Herderschule fertiggestellt, in dem die Mensa untergebracht ist. Der zweigeschossige Anbau ist mit dem vorhandenen Hauptgebäude über einen verglasten Steg verbunden. Im neuen Lernhaus ist Platz für zwei Kunsträume, die neue Bibliothek, die Mensa und einen Großraum mit „Lernboxen“ als zentrale Einrichtungen. In den Erweiterungsbau und die weiteren Sanierungsarbeiten flossen drei Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen und rund zwei Millionen aus Mitteln des Landkreises Kassel.
Hintergrund:
Die Herderschule in der Kasseler Unterneustadt gehört seit August 1999 dem Landkreis Kassel. Die Schule ist eine gymnasiale Oberstufenschule und steht im Verbund mit den Schulen im Osten der Stadt Kassel und des Landkreises Kassel. Die Schüler der Herderschule stammen hauptsächlich von der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal, der IGS Kaufungen, der Söhre-Schule Lohfelden, der Fuldatal-Schule Fuldatal, der Joseph-von-Eichendorff-Schule Kassel, der Hegelsbergschule Kassel, der Offenen Schule Waldau und der Luisenschule in Kassel. Die Schüler der Herderschule kommen zu etwa 60 Prozent aus dem Landkreis Kassel und zu 40 Prozent aus der Stadt Kassel.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Schule ist traditionell der musische Bereich, die Fächer Kunst und Musik werden als Leistungskurse angeboten.
Die Schulgebäude stammen aus dem Jahr 1959 und wurden zuletzt im Jahr 2002 saniert.
Die Herderschule verfügt zurzeit über 41 Unterrichtsräume und eine Turnhalle. Im Schuljahr 2010/2011 besuchen rund 670 Schüler das Oberstufengymnasium. Durch die doppelten Jahrgänge der G 8-Klassen wird diese Schülerzahl für die nächsten drei Schuljahre stabil bleiben. Schulleiter ist Martin Sauer. Seit mehr als 20 Jahren besteht eine Schulpartnerschaft mit der Puschkinschule im russischen Jaroslawl.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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