
Kreis Unna. (PK) Garantierte Heilung ohne jede Nebenwirkung – sogenannte Wundermittel versprechen viel, was sie nicht halten können. Wer teure Fehlkäufe vermeiden will, sollte sich unbedingt in der Apotheke beraten lassen, empfiehlt die Amtsapothekerin des Kreises, Birgit Habbes.
Auf den ersten Blick sehen diese Präparate oft wie ein Arzneimittel aus und werden auch als solches beworben, sind aber nicht zugelassen. „Schauen Sie sich die Verpackung genau an. Zugelassene Arzneimittel sind mit einer Zulassungsnummer beschriftet. Die PZN-Nummer ist lediglich eine Bestellnummer“, erklärt Birgit Habbes und bezieht sich dabei auch auf einen entsprechenden Hinweis der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Folgende Angaben über ein Präparat können laut Amtsapothekerin außerdem dabei helfen, Quacksalberei zu erkennen:
- Es hat keinerlei Nebenwirkungen.
- Es hilft gleichzeitig gegen sehr unterschiedliche Krankheiten, wie z. B. Krebs und Asthma oder Potenzstörungen und Hautausschlag.
- Es wird ein unrealistischer Erfolg versprochen, teilweise sogar mit einer Geld-zurück-Garantie.
- Die Herkunft des Mittels ist geheimnisumwittert und exotisch.
- Das Präparat verspricht, besser als die Schulmedizin zu wirken.
- Ausländische Experten, sprechen sich für die Wirkung des Präparates aus.
- Das Mittel wird seit Jahren verkauft und beworben ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis oder es wird im gegenteiligen Fall als "Neuentdeckung" angepriesen.
- Die Zusammensetzung ist nicht genau ausgewiesen.