Region Kassel. Am Samstag, den 28. Mai 2011 von 10:00 bis 18:00 Uhr bespielen Jugendliche bereits zum vierten Mal den Vorplatz des KulturBahnhofs Kassel mit einem politischen Straßenfußballturnier. Ziel der Veranstaltung soll es wie in den vergangenen Jahren sein, gemeinsam mit vielen fußballbegeisterten Kids und Jugendlichen ein Statement für Toleranz und Vielfalt zu geben. „Mit Sportveranstaltungen wie diesen von und für Jugendliche wird für mehr Demokratie und gegen Rassismus und Antisemitismus geworben“, berichtet Bijan Otmischi vom Jugendbildungswerk des Landkreises Kassel.
Straßenfußball sei, wie der Name schon sagt, auf der Straße erfunden worden. Deshalb spielen die teilnehmenden Jugendlichen nach freien Regeln, die die Spieler vor dem Spiel miteinander besprechen. Es wird ohne Schiedsrichter gespielt. Otmischi: „Voraussetzung ist ein gewaltfreier und respektvoller Umgang miteinander“. Gewinnen können nur Gruppen, „die das cool finden“. Das Ziel des Turniers ist es, eine möglichst bunte Zusammensetzung der Teams zu erreichen. In den letzten Jahren beteiligten sich vor allem Gruppen aus sozialen Einrichtungen und Projekten. Mitspielen können aber natürlich alle Mädchen und Jungs in zwei Kategorien, zwischen 12-15 Jahren und 16-27 Jahren.
„‚Kick rechts weg’ ist nicht nur ein Fußballturnier, sondern eine politisch-kulturelle Veranstaltung“, betont Otmischi. Alle Teams sind daher im Vorfeld aufgefordert, das Turnier mit eigenen Beiträgen zu den Themen Rassismus und Antisemitismus zu bereichern. „Dies können Aktionsformen auf dem Platz, Transparente oder auch ein kreativer Teamname sein“, so der Mitarbeiter des Jugendbildungswerks. Dadurch werde verdeutlicht, dass die Jugendlichen für mehr Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit auf dem Platz stehen.
Neben der sportlichen Beteiligung können die Mädchen und Jungen auch an Führungen zum Thema Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg und Deportationen teilnehmen. Das Stadtmuseum Kassel wird seine Ausstellung im Kulturbahnhof Südflügel turnierbegleitend öffnen. Die Widerstandsbewegung im Nationalsozialismus um Adam von Trott zu Solz wird im Mittelpunkt einer Filmvorführung des Jugendbildungswerks des Landkreis Kassel stehen. An verschiedenen Infoständen haben die Jugendlichen außerdem die Möglichkeit, sich zu den Themen Toleranz und Antirassismus „schlau zu machen“. Die von den teilnehmenden Jugendlichen beantworteten Quizfragen gehen neben den sportlichen Ergebnissen in die Turnierwertung ein.
Schirmherr des diesjährigen politischen Straßenfußballturniers vor dem KulturBahnhof Kassel ist der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Gefördert wird die Veranstaltung „Kick rechts weg“ von der Kasseler Sparkasse.
Die Veranstalter von „Kick rechts weg“ sind der Kasseler Jugendring und die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel, Dynamo Windrad, die Evangelische Jugend, die Gewerkschaftsjugend, das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Jugendbildungswerk des Landkreises Kassel, die Sportjugend Region Kassel, Cluster e.V. und andere Institutionen der lokalen und regionalen Jugendarbeit.
Anmeldungen und Fragen zu „Kick rechts weg“ an Inga-Kristin Thom, Jugendbildungsreferentin vom Kasseler Jugendring, Mühlengasse 1, 34125 Kassel, Tel: 0561/ 573998, Handy: 0176/ 101 437 94.
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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