Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Dr. Klaus Klang, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, haben heute die verlängerte Werner-Heisenberg-Straße im Wissenschaftshafen für den Verkehr freigegeben.
„Mit der verlängerten Werner-Heisenberg-Straße haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Erschließung und städtebaulichen Entwicklung des Wissenschaftshafens vollzogen“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Der neue Straßenabschnitt verläuft parallel zum Hafenbecken und erschließt auf einer Länge von 420 Metern einen Teil vom Nordareal des Wissenschaftshafens. Damit wurde eine weitere Voraussetzung für eine neue Nutzung der im Norden vorhandenen Flächen geschaffen.“
Gefördert wurde das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau Ost zur Aufwertung von Stadtteilen/Stadtquartieren. Insgesamt wurde ein Kostenrahmen von 1,7 Mio. Euro bewilligt. Davon betragen die Städtebaufördermittel 478.800 Euro, die EFRE-Mittel 991.800 Euro und der kommunale Eigenanteil 239.400 Euro. Dank der zusätzlichen Bereitstellung von Fördermitteln im Sommer des vergangenen Jahres war es möglich, noch im August 2010 mit der Straßenbaumaßnahme zu beginnen.
Mit dem Abschluss des Vorhabens wird auch das Sarajevo-Ufer entlastet. Es soll in absehbarer Zeit nur noch als Promenade für den Fußgänger- und Radverkehr zur Verfügung stehen. Damit können die Aufenthaltsqualität an der Elbe weiter steigen und die Besucher zum Verweilen eingeladen werden.
Von der Werner-Heisenberg-Straße führt eine Straßenverbindung in östliche Richtung bis zum Sarajevoufer und verbindet so die Elbe mit dem Hafenbecken. Besucher werden über diese Straße zu den technischen Denkmälern des ehemaligen Handelshafens geführt.
Wichtig bei der Realisierung des Bauprojektes war, dass die historischen Krananlagen erlebbar bleiben. So wurde die westlich gelegene Kranbahn erhalten und in den Rad- und Gehweg, der parallel zum Hafenbecken verläuft, integriert.
Die Gesamtkoordinierung für die Baumaßmaßnahme erfolgte durch den Entwicklungsträger, der KGE Kommunalgrund GmbH.
Hintergrund
Der Magdeburger Wissenschaftshafen ist ein Ort des Wandels. Im ehemaligen Hafengebiet des alten Handelshafens sollen Wissenschaft und Forschung dauerhaft etabliert werden. Im Süden ist dies mit den Ansiedlungen des Max-Planck-Institutes, des VDTC sowie der Denkfabrik bereits gelungen.
In den kommenden Jahren soll der Wissenschaftshafen weiter belebt werden.
So werden auf brachliegenden Flächen neue Bebauungen entstehen, derzeit noch leer stehende Gebäude wie die Reichseinheitsspeicher werden umgebaut. Ziel dabei ist eine urbane Kombination aus Wohnen und Gewerbe.
Im Wissenschaftshafen verbinden sich historische Hafenarchitektur und innovative Forschung zu einem reizvollen Kontrast. Das dabei entstehende – und durchaus auch gewollte – Spannungsverhältnis zwischen dem historischen Ambiente und einer zeitgemäßen Infrastruktur ist Herausforderung und Chance für die städtische Planung zugleich.