Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 26. Mai 2011

„Spurensuche 2.0“ wird auch ohne Titel „Stadt der jungen Forscher“ stattfinden

Schüler auf Spurensuche durch die Wissenschaften

Ottostadt Magdeburg.

 

Im spannenden Finale um den Titel hat sich die Jury leider nicht für die Landeshauptstadt Magdeburg entschieden. Der Titel „Stadt der jungen Forscher 2012“ geht an die Stadt Karlsruhe, die es damit im zweiten Anlauf geschafft hat. Insgesamt hatten sich sechs Städte um den Titel "Stadt der jungen Forscher 2012" beworben.

 

Zu den ersten Gratulanten zählte der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper: „Es ist keine Schande, in einem so engen Finale zu unterliegen. Alle drei Städte haben gezeigt, dass sie bereits heute mit vielen Aktionen und Initiativen junge Menschen für Wissenschaft begeistern.“

 

Zuvor hatten sich alle drei Finalstädte Magdeburg, Braunschweig und Karlsruhe vor der Jury in Kiel präsentiert. Als Magdeburger Vertreter stellten neben Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Angelika Häusler, Oberstufenkoordinatorin am Werner von Siemens-Gymnasium, Dr. Andreas Voigt vom Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität und Prof. Winfried Marotzki, Inhaber des Lehrstuhls Allgemeine Pädagogik an der Universität die Bewerbung vor.  Alle hatten an der Bewerbung mitgewirkt. 

 

„Magdeburg wird auf jeden Fall die Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und den Schulen intensivieren und sein Konzept in den nächsten Monaten  umsetzen“, verspricht OB Dr. Trümper. Das Konzept hat den Titel "Spurensuche 2.0" und besteht aus vier Teilschritten:

 

Der Startschuss zum Teilschritt 1 wird noch vor den diesjährigen Sommerferien fallen. Mit einer interaktiven Stadtrallye werden die Schüler eine erste Spur aufnehmen und die Wissenschaftseinrichtungen in der Landeshauptstadt kennenlernen. Während der Stadtrallye begeben sich die Schüler geleitet von GPS-fähigen Handys auf verschiedene Stadtrouten. Dabei werden sie mit Videos, Fotos und Texten, die auf dem Mobiltelefon erscheinen, direkt am jeweiligen Zielpunkt informiert. Gleichzeitig müssen die Schüler vor Ort verschiedene Aufgaben lösen. Die Handys werden den Schülergruppen zur Verfügung gestellt. Ab Juni wird die Online-Plattform „forschung-findet-stadt“ dafür das verbindende Element sein. Hier können sich sowohl Schüler und Lehrer auf  die Stadtrallye vorbereiten,

 

Teilschritt 2 beginnt nach den Sommerferien. Dann können die Schüler die Spur wieder aufnehmen. Alle Schüler ab Klasse 8 in Magdeburg und der Region sind zur Teilnahme aufgerufen. Gemeinsam mit Mentoren aus der Wissenschaft sollen sie  eine Idee für ein Forschungsprojekt entwickeln. Für die Vorbereitung und die Mentorensuche ist das Online-Portal „forschung-findet-stadt“ wiederum ein wichtiges Hilfsmittel. Ihre Vorschläge für Forschungsprojekte sollen die jungen Forscher bei der Stadt einreichen.

 

 

Dort entscheidet eine Jury, welche Projektideen an einem Schülerwettbewerb als 3. Schritt des Konzeptes teilnehmen. Dieser Wettbewerb findet in der Zeit von Dezember 2011 bis Mai 2012 statt. Im Interesse der Nachhaltigkeit werden die Projektteams aufgefordert, eine Abschlusspräsentation mit einem „Lernmaterial“ zu ihrem Forschungsprojekt zu erstellen, das später auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden kann.  Dabei wird der Peer-to-Peer-Ansatz aufgegriffen. Schüler entwickeln etwas für Schüler. Unterstützt wird die Lernmaterialerstellung von den Studenten der Erziehungswissenschaft der Universität Magdeburg.

 

Ein Wissenschaftsfestival im Juni 2012 ist der letzte Baustein des Konzeptes. Dabei werden als Abschluss des Schülerwettbewerbs die Teams ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit  präsentieren und die besten Projekte werden ausgezeichnet. Das Festival erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Tagen und wird an die Lange Nacht der Wissenschaft gekoppelt sein.

 

In den nächsten Wochen werden die Magdeburger Schulen informiert, wie sie gemeinsam mit den Wissenschaftseinrichtungen Projekte auflegen können. 

 

Ein breites Netzwerk aus Wissenschaft, Schule, Politik und Wirtschaft unterstützt bereits das Konzept „Spurensuche 2.0“ in Magdeburg. Zum Netzwerk gehören die Otto-von-Guericke-Universität, die Hochschule Magdeburg-Stendal, die Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, aber auch das Projektteam "Jahr der Jugend" sowie die Kammern und Verbände. Kultusminister Stephan Dorgerloh hat die Schirmherrschaft über die „Spurensuche 2.0“ übernommen.

 

"Es ist sehr wichtig, junge Menschen bei ihrem Weg in das Berufsleben zu unterstützen. Dazu müssen wir ihnen die vielfältigen Berufsperspektiven zeigen und ihnen bei der Wahl für eine qualifizierte Ausbildung helfen", so Oberbürgermeister Dr. Trümper zum Ziel des Magdeburger Konzeptes.

 

 

Hintergrund:
Die Körber-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung küren jährlich die »Stadt der jungen Forscher«. Die Stiftungen wollen mit der Initiative die kommunale Vernetzung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft fördern, den wissenschaftlichen Nachwuchs von morgen begeistern sowie Schule und Hochschule Impulse für ihre Praxis geben. Prämiert werden Städte mit einem Preisgeld von bis zu 65.000 Euro, die sich vorbildlich dafür einsetzen, junge Menschen für Wissenschaft zu begeistern.

 

Mit den Fördermitteln stößt die preisgekrönte Stadt neue Schul-Wissenschafts-Projekte für Schülerinnen und Schüler an und stellt das Thema, die Projekte und die jungen Forscher in öffentlich wahrgenommenen Veranstaltungen in den Mittelpunkt. Die Stiftungen organisieren zeitgleich eine Tagung, die dem Erfahrungsaustausch von Projektmachern aus Schule, Hochschule und Kommunen und der Vernetzung von Lehrkräften, Wissenschaftlern sowie Fachleuten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft dient. Bundesweit besonders gelungene Praxisbeispiele werden präsentiert, Erfolgsmodelle und Stolpersteine der Projektpraxis in Workshops vertieft und aktuelle bildungspolitische Herausforderungen mit Praktikern und Entscheidungsträgern diskutiert.

 

Für Rückfragen steht Janine Lehmann vom Team Wissenschaft der Stadtverwaltung, E-Mail: Janine.Lehmann@ob.magdeburg.de,

Tel. 03 91/5 40 26 36 zur Verfügung.




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