Pressemitteilung vom07. Juli 2011
Qualitätssiegel für die Selbsthilfeorganisation KISS
Region Kassel.

Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, KISS Kassel, erhält das Qualitätssiegel für ihr ausgezeichnetes Qualitätsmanagementsystem.

KISS Kassel gehört zu den ersten fünf von bundesweit 320 Selbsthilfekontaktstellen, die ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt haben und wurde nun von unabhängigen Experten auf die Einhaltung der Qualitätsstandards überprüft. Der erfolgreiche Abschluss wurde mit der Überreichung eines Zertifikats besiegelt.

Vizelandrätin Susanne Selbert, die Kasseler Stadträtin Anne Janz und Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, waren die ersten Gratulantinnen. "Wir freuen uns, dass die Beratungsstelle KISS an der Spitze der Qualitätsbewegung im Selbsthilfebereich steht. Was die Mitarbeiter dort für die 250 Selbsthilfegruppen in Stadt und Landkreis Kassel leisten, wissen wir sehr zu schätzen. Schön zu wissen, dass Selbsthilfeunterstützung in Kassel mit guter Qualität einhergeht."

"Auf das Qualitätssiegel sind wir stolz. Dafür haben wir uns richtig ins Zeug gelegt", erzählen die KISS-Mitarbeiter Carola Jantzen, Karl-Heinz Brestrich und Beatrice Busch. Ein fast 120 Seiten umfassendes Handbuch beschreibt detailliert alle Arbeitsabläufe. Es dient als Gerüst, anhand dessen die Mitarbeiter ihre Arbeitsvorgänge überprüfen können. Nun bestätigte ein unabhängiger Prüfer die gute Arbeit der KISS-Mitarbeiter. "Jetzt haben wir es erstmals mit Brief und Siegel, dass wir gute Arbeit leisten. Das ist ein gutes Gefühl."

Qualitätsmanagement ist heute nicht nur im Wirtschafts-, sondern auch im Sozialbereich weit verbreitet. Arbeitsabläufe werden standardisiert, regelmäßig überprüft und verbessert.

Unter der Leitung der Paritätischen Beratungsgesellschaft PARAT entwickelten die Selbsthilfekontaktstellen Kassel, Darmstadt, Offenbach, Gelnhausen und Marburg innerhalb von fünf Jahren grundlegende Standards für die Arbeit von Selbsthilfekontaktstellen. Dadurch soll kontinuierlich verlässliche und gute Arbeit sichergestellt werden.

Im Qualitätsmanagementsystem sind Standards für die Beratung von Menschen, die Selbsthilfegruppen suchen oder selbst gründen wollen genauso festgelegt wie für die Unterstützung von Gruppengeschehen, die Krisenintervention in Gruppen, die Fortbildung von Gruppenleitern, für das Engagement in Netzwerken und die Öffentlichkeitsarbeit.

Auch die Infrastruktur muss bestimmten Standards genügen. So müssen die Räumlichkeiten der Selbsthilfegruppen mit dem ÖPNV gut erreichbar und der Zugang barrierefrei sein. Außerdem dürfen keine langen Wartezeiten entstehen.

KISS Kassel hat dreimal pro Woche offene Sprechzeiten. Selbsthilfeinteressenten und Gruppenleiter werden dann telefonisch und persönlich ohne vorherige Terminvereinbarung beraten. Für ausführlichere Gespräche werden Extratermine vergeben. Die Mitarbeiter sind auch abends und an Wochenenden unterwegs, denn ehrenamtliches Engagement wird in Selbsthilfegruppen groß geschrieben.

In drei Jahren wird das Qualitätsmanagementsystem von KISS Kassel erneut geprüft.

 

Weitere Informationen zum Angebot von KISS gibt es auf der Internetseite www.selbsthilfe-kassel.de.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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