Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute am nördlichen Stadteingang eine weitere Hinweistafel mit dem Namen einer Magdeburger Partnerstadt enthüllt. Besucher der Landeshauptstadt werden jetzt auch mit dem Wappen der französischen Stadt Le Havre begrüßt. Es ist neben den Schildern für Braunschweig, Sarajevo, Nashville, Harbin, Radom und Saporoshje die nunmehr siebte Hinweistafel auf eine Magdeburger Partnerstadt.
„An sechs weiteren Stadteingängen montiert das städtische Tiefbauamt in den kommenden Tagen ebenfalls Schilder mit den Namen und Wappen von Le Havre“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Damit werden alle Tafeln, die an den Ortseingängen auf unsere Partnerstädte hinweisen, vervollständigt.“
Die sechs weiteren Standorte der Hinweisschilder auf Magdeburgs Partnerkommunen sind die Südeinfahrt des Magdeburger Rings, die beiden Ortseinfahrten der Bundesstraße 1, die Ebendorfer Chaussee (B 71), der August-Bebel-Damm und an die Leipziger Chaussee.
Die Partnerschaft mit der französischen Stadt Le Havre wurde am 9. Mai durch die beiden Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Edouard Philippe besiegelt. Das Datum hat besonderen Symbolcharakter, denn der 9. Mai ist der Europatag der Europäischen Union. Mit der Vertragsunterzeichnung wurden feste Vereinbarungen getroffen, um die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen. So sollen Sommerlager für Jugendliche, Praktika, Sprachbegegnungen, Kunstprojekte und gemeinsame Theater- und Konzertveranstaltungen organisiert werden. Auch der sportliche Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen nachhaltige Stadtentwicklung, Stadtplanung und Sport werden künftig gefördert.
Der Magdeburger Stadtrat hatte am 28. April dem Partnerschaftsvertrag zugestimmt. Am 2. Mai sprach sich der Stadtrat in Le Havre für die neue Städtepartnerschaft aus. Die neue Partnerstadt wird auch bei dem für Oktober 2011 geplanten Städtepartnerschaftskongress in Magdeburg vertreten sein.
Hintergrundinfos zu Le Havre
Le Havre wurde 1517 erbaut. Heute ist die Stadt mit etwa 190.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste der Normandie. Sie liegt am Ärmelkanal, unmittelbar an der Mündung der Seine. Le Havre verfügt über den zweitgrößten französischen Seehafen. Er ist von besonderer Bedeutung für den Außenhandel und Containertransport des Landes.
Bereits 2003 hatte der Stadtrat beschlossen, dass Magdeburg eine Städtepartnerschaft mit einer französischen Stadt eingehen sollte. Der ehemalige Stadtrat Thomas Veil favorisierte in diesem Zusammenhang das Seebad Le Havre.
Im Oktober 2009 wurden schließlich erste freundschaftliche Kontakte zwischen beiden Städten geknüpft. Eine offizielle Delegation aus Le Havre besuchte in dieser Zeit die Landeshauptstadt Magdeburg. Im Gegenzug reiste im Juni 2010 eine Delegation um Dr. Dieter Scheidemann, Rainer Nitsche, Thomas Veil und einen Vertreter der Unternehmensleitung des Magdeburger Hafens nach Le Havre.
Die Kontakte zwischen den Städten wurden dabei vertieft. So fanden etwa Treffen mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und verschiedenen Bildungseinrichtungen statt.
Die Verankerung einer dauerhaften Städtepartnerschaft lag auch aufgrund der Gemeinsamkeiten zwischen Le Havre und Magdeburg nahe. Beide Städte sind wichtige logistische Zentren. Im 2. Weltkrieg wurden sie aufgrund ihrer infrastrukturellen und militärischen Bedeutung stark zerstört. Ebenso wie in Magdeburg musste auch die Innenstadt von Le Havre völlig neu wieder aufgebaut werden. Heute profitieren die Städte von einer modernen Ausstrahlung und einem vielfältigen kulturellen Leben.
Magdeburg unterhält außerdem Städtepartnerschaften mit Sarajevo, Braunschweig, Nashville, Saporoshje, Radom und Harbin. Le Havre kooperiert bislang mit Überherrn (Deutschland), Aydin (Türkei), Dalian (China), Pointe-Noire (Kongo), Sankt Petersburg (Russland), Southampton (GB) und Tampa (USA).