Oberweser. Spielplätze leben davon, dass sie von Kindern genutzt werden. Damit das in ausreichender Zahl und mit dem dazugehörigen Spaß auch getan wird, sollten die Spielgeräte und die gesamte Spielplatzgestaltung den Wünschen der Kinder entsprechen. „Wir haben im Zuge der Dorferneuerung Heisebeck die Alte Schule in ein vielfältig nutzbares Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und jetzt kommt auch der Spielplatz dran“, informiert Bürgermeister von Oberweser Rüdiger Henne. Zurzeit bietet der Spielplatz noch ein Bild des Jammers: Die Spielgeräte sind veraltet und lassen kaum Platz zum Spielen. Außerdem ist die Einfriedung des Spielplatzes marode, so dass ein unbeaufsichtigtes Spielen nicht möglich ist. Henne: „Damit ist bald Schluss, da wir bis Oktober rund 38.000 Euro in neue Spielgeräte und die Neugestaltung des Geländes investieren wollen“.
„Hier zeigt sich, dass eine erfolgreiche Maßnahme in der Dorferneuerung eine andere nach sich ziehen kann – die Alte Schule wird sehr gut angenommen“, erläutert Peter Nissen, Abteilungsleiter Dorferneuerung beim Amt für den ländlichen Raum des Landkreises. Auch außerhalb der Kindergartenzeiten sei der Spielplatz ein wichtiger Anlaufpunkt für die Kinder und werde auch am Wochenende bei Familienfeierlichkeiten in der gegenüberliegenden Gaststätte genutzt. „Auch aus Sicht der Förderbehörde macht es Sinn, hier Geld in die Hand zu nehmen und den Spielplatz zu verbessern“, so Nissen weiter. So fließen rund 28.600 Euro aus Mitteln des Landes in die Maßnahme – den Rest steuert die Gemeinde Oberweser bei.
Vor dem Hintergrund des gerade in Oberweser deutlich spürbaren demographischen Wandels sei eine Investition für Kinder und Familien besonders wichtig, so Bürgermeister Henne: „Die dörfliche Infrastruktur muss trotz zurückgehender Bevölkerungszahlen so erhalten werden, dass die Gemeinde auch für Familien und junge Menschen attraktiv bleibt“. Die Mittel der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung seien für die finanziell „stark gebeutelten“ Kommunen daher unverzichtbar, um zumindest die Basisinfrastruktur zu erhalten. „Die Dorfgemeinschaften und das ehrenamtliche Engagement in unseren Dörfern macht vieles möglich – ganz ohne Förderung geht das aber auch nicht“, so Henne weiter.
Heisebeck ist seit dem Jahr 2003 im Programm der Dorferneuerung. Das Dorferneuerungsprogramm läuft noch bis zum Jahr 2012. „Allerdings müssen Anträge von privaten Bauherrn, die von einer Förderung profitieren wollen, bis zum 30. September 2008 beim Amt für den ländlichen Raum vorliegen“, weist Nissen auf ein wichtiges Datum für investitionsbereite Heisebecker Bürger hin, der auch Ansprechpartner für die Förderung ist (Tel.: 05671/8001-2413).
Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn
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