Pressemitteilung vom19. Juli 2011
Schmidt: „Entscheidung über Ganztagsschulen liegt beim Kultusministerium – dort scheitern auch weitere Angebote“
Kreis Kassel.

Die Forderung des FDP-Kreistagsabgeordneten Lasse Becker, dass sich die Politiker im Landkreis Kassel nachdrücklich für weitere Ganztagsschul-Angebote einsetzen sollten, wird von Landrat Uwe Schmidt unterstützt. „Besonders gefordert sind hier allerdings diejenigen Politiker, deren Vertreter die hessische Landesregierung stellen, da bisher zusätzliche Ganztagsschulangebote regelmäßig am FDP-geführten Kultusministerium scheitern“, informiert Schmidt. Hintergrund des Scheiterns sei die Weigerung des Landes, die für weitere Ganztagsschulen erforderlichen Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen. Für die Schuljahre 2010/2011 und 2011/2012 waren dem Landkreis jeweils 4,5 Stellen zugebilligt worden. In beiden Schuljahren handelte es sich um die Aufstockung bereits vorhandener Ganztagsschulangebote. „Von neuen Ganztagsschulangeboten, wie Herr Becker meint, kann daher keine Rede sein – für die Schulen sind die zusätzlichen Stellen- und Mittelkontingente natürlich trotzdem sehr hilfreich“, erläutert der Landrat.

„Da wir mit Hilfe des noch von der rot-grünen Bundesregierung finanzierten Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung und durch unser eigenes Schulmodernisierungsprogramm alle auf der Prioritätenliste des Kreistages aufgeführten Schulen räumlich in die Lage versetzt haben, Ganztagsschulangebote zu realisieren, scheitert kein Ganztagsschulantrag am Schulträger Landkreis Kassel“ betont Schuldezernent Schmidt.

Es mache im übrigen keinen Sinn über die im Juni 2010 beschlossene Prioritätenliste jetzt noch weitere Schulen nach Wiesbaden zu melden.

Der Landkreis melde „nicht einfach aufs Geratewohl Schulen an“, sondern die Schulen, die sich für Ganztagsschulangebote interessieren, erarbeiten zuerst ein entsprechendes Konzept, das dann vom Kreis politisch unterstützt wird. Schmidt: „Gegenüber den Schulen – und auch dem Kultusministerium – ist es außerdem auch unfair, mehr als die zur Verfügung gestellten Stellenkontingente Anforderungen für Ganztagsschulangebote zu melden und dann auf die fehlende Genehmigung aus Wiesbaden zu verweisen“. Der Landkreis habe bisher daher auch die geringe Anzahl der Stellen für Ganztagsschulangebote durch das Kultusministerium nicht öffentlich kritisiert. „Wenn allerdings ein FDP-Kreistagsabgeordneter jetzt so tut, als würden zusätzliche Angebot am Kreis scheitern, müssen wir schon die wahren Verantwortlichen benennen“, so der Landrat weiter.

Ganz im Gegensatz zur Vermutung des FDP-Kreistagsabgeordneten Becker sei es auch nicht auffällig, dass von den fünf Aufstockungsstellen im Landkreis Kassel nur eine für eine Grundschule ist, sondern es entspricht den gemeldeten Anträgen. In Absprache mit der Schule und dem Kultusministerium sei die ursprünglich für das kommende Schuljahr vorgesehene Neueinrichtung eines Ganztagsangebotes an der Grundschule Vellmar-Niedervellmar auf das Schuljahr 2012/2013 verschoben worden. Außerdem besteht seit dem Schuljahr 2009/2010 ein Ganztagsangebot an der Grundschule Lohfelden-Vollmarshausen.

„Es wäre schön, wenn wir den Konsens im Kreistag zum Thema Ganztagsschulangebote an den Schulen im Kreis auch in Zukunft beibehalten würden und darauf verzichten, dieses unstrittige Thema zur Profilierung einer Partei zu nutzen“, wünscht sich Schmidt abschließend.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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