Pressemitteilung vom19. Juli 2011
„Feind ist, wer anders denkt“ – Eine Ausstellung über die Staatssicherheit zu Gast im Kreishaus
Region Kassel.

Eine besondere Ausstellung wird am 10. August 2011 um 19.00 Uhr im Foyer des Kasseler Kreishauses eröffnet. Die Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) wird in Kooperation mit der Stadt Kassel präsentiert und vom Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn sowie dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen eröffnet.

Die Ausstellung informiert über die Funktion des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der SED-Diktatur und zeigt seine Struktur, Tätigkeit und Wirkungsweise auf. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung den Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Ihr Schicksal wird in einer eigenen Sequenz nachgezeichnet.

„Feind ist, wer anders denkt“ ist in drei Hauptebenen gegliedert. Auf der „Täter-Ebene“ wird die Geschichte des Ministerium für Staatssicherheit aufgezeigt. Am Beispiel von 13 Biografien werden in einer weiteren Abteilung die Auswirkungen der menschenverachtenden Tätigkeit der SED-Geheimpolizei dargestellt. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Zeitleiste, die ausgewählte Daten der deutsch-deutschen und internationalen Politik skizzieren.

Im Rahmenprogramm der bis zum 2. September laufenden Ausstellung finden zwei Vorträge statt.

Marit Krätzer (BStU) beschäftigt sich am 15. August um 18.00 Uhr im Saal der Volkshochschule Region Kassel im Kreishaus unter dem Titel „Nur Wolken ungehindert ziehen/von Ost- nach Westberlin“ mit dem Mauerbau. Am 31. August um 18.00 Uhr (Saal der Volkshochschule) referiert Silvia Oberhack (BStU) zum Thema „Die Stasi hatte nicht nur Papier“.

Anmeldungen für die beiden Vorträge sowie für Führungen durch die Ausstellung können telefonisch unter der Nummer 0561/1003-1500 oder per Fax unter der Nummer 0561/1003-1530 vereinbart werden. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Wochenende von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Während der gesamten Ausstellungszeit stehen zwei fachkundige Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde den Besuchern für Informationen und Auskünfte zur Verfügung.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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