Ottostadt Magdeburg.
In der vergangenen Woche begannen die Arbeiten zur Sanierung der Ufermauer zwischen Domfelsen und Gouvernementsberg. Die Baumaßnahme betrifft den letzten unsanierten Stützmauerabschnitt des vom Hochwasser 2002 geschädigten Bereiches zwischen Strombrücke und Hubbrücke. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Jahresende.
Der betroffene Abschnitt der unter Denkmalschutz stehenden Ufermauer hat eine Länge von rund 175 Metern und unterliegt der Erhaltungspflicht. Das Kulturdenkmal ist aber auch Stütz- und Schutzwand für die oberhalb liegenden Bauwerke und Grundstücke, wie zum Beispiel das Eisenbahntor, die Kaiserrampe, der Elberadweg, das Schleinufer sowie anliegende Wohn- und Geschäftshäuser.
Die Sanierung wird notwendig, weil die Standsicherheit der Ufermauer durch vom Hochwasser verursachte Ausspülungen und dadurch entstehende Hohlräume gefährdet ist. Der Einwuchs von Bäumen schwächt die Standfestigkeit im Fuß und in der Wand der Ufermauer ebenfalls und beschleunigt damit erheblich den Schadensfortschritt.
Der Erhalt der Mauer mit ihrer Stütz- und Schutzfunktion soll über eine Steinpackung am Stützwandfuß gesichert werden. Steinausbrüche werden ersetzt, Fugen fachgerecht wieder hergerichtet, Risse verpresst und Hohlräume verfüllt. Die Sanierungsmaßnahmen dauern voraussichtlich bis zum Jahresende an.
Während der Bauzeit werden zeitweise Vollsperrungen erforderlich, wenn im Baubereich der Einsatz schwerer Technik notwendig ist. Fußgänger werden dann über den Fürstenwall umgeleitet, Radfahrer können das Schleinufer nutzen. Die Umleitungen sind ausgeschildert.
Zur Durchführung der Baumaßnahmen sind im unmittelbaren Bereich der Ufermauer Fällungen unumgänglich. Die Beseitigung von Gehölzen wurde durch die Naturschutzbehörde auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt. Durch geeignete Maßnahmen soll den vorhandenen Tierarten der Lebensraum erhalten werden.